Drohungen eingeräumt

Brüder nach Geständnis freigelassen

MARL - Die beiden Brüder aus Witten, die am Dienstagmittag bei einem Aufsehen erregenden SEK-Einsatz auf der Rappaportstraße verhaftet wurden, sind wieder auf freiem Fuß. Das teilte die Staatsanwaltschaft Dortmund auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Wie berichtet, betreiben die beiden Männer (37 und 38) eine Baufirma. Bei der Vernehmung hätten sie gestanden, dass sie von einem Ehepaar aus Dortmund eine sechsstellige Geldsumme mit Druck eintreiben wollten, sagte Staatsanwalt Henner Kruse. Sie hätten für den Auftraggeber aus Dortmund viele Arbeiten auf Baustellen geleistet und fühlten sich um ihren Lohn geprellt. Deshalb hätten sie ihren Bekannten (40) aus Witten, der ebenfalls verhaftet wurde, dazu gebracht, Drohungen in den Raum zu stellen. Er soll gesagt haben, der Tochter des Ehepaars könne etwas passieren. Niemand habe aber vorgehabt, gewaltsam vorzugehen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren alle drei Beteiligten bisher nicht strafrechtlich aufgefallen. Bei der Vernehmung hätten sie übereinstimmende Angaben gemacht, die sich auch mit den Aussagen des Dortmunder Ehepaars decken.

Ein Sondereinsatz-Team der Polizei Dortmund hatte die Brüder an der Rappaportstraße gestoppt und ihren weißen Lieferwagen mit Zivilfahrzeugen eingekesselt. Maskierte Polizisten legten ihnen Handschellen an. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat ihre Ermittlungen wegen versuchter räuberische Erpressung noch nicht ganz abgeschlossen. Auch die Baufirma der Brüder wurde durchsucht.

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