DSW21 plant eigene App für Busse und Bahnen

DSW21 trennt Onlineticket-Verkauf vom VRR

Dortmund - Nach dem Absturz seiner Ticket-App im April kommt der VRR mit einem neuen Angebot nicht auf Flughöhe. Das Dortmunder Nahverkehrunternehmen DSW21 will nicht länger warten und programmiert ein eigenes Angebot. Denn der wichtige digitale Verkauf hat längst die Millionen-Marke überschritten.

Dortmunds Bus- und Bahnbetreiber DSW21 nutzte bisher die App-Software des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), um Kunden über Fahrpläne zu informieren und Tickets zu verkaufen. Der einzige Unterschied zur VRR-App war die eigene Optik: Logo, Farben und Schriften aus der App passten zum öffentlichen Auftritt des kommunalen Unternehmens.

Semestertickets sorgten für App-Absturz

Anfang April 2018 sorgten Studierende für den Absturz der VRR-App: Beim Herunterladen der Semestertickets überlasteten sie das System. Zwischen dem Internet-Ticketshop und einem Barcode-Generierer funktionierte die Kommunikation nicht mehr. Die App sprang aus dem Gleis.

Seitdem warten die dem VRR angeschlossenen Verkehrsunternehmen auf eine neue App. DSW21 dauert das zu lange und arbeitet mit Hochdruck an einem eigenen Angebot. "Uns war es wichtig, unseren Kunden schnell eine funktionierende und sichere Lösung anzubieten. Wir kommen so schneller zum Ziel", begründet DSW21-Vorstand Hubert Jung den Schritt zurück in in den Ticketshop. Die neue eigene App soll voraussichtlich um Juni 2018 erscheinen.

VRR kann Zeitpunkt für neue App nicht nennen

Der VRR kann nicht sagen, wann seine App wieder funktioniert. Pressesprecher Dino Niemann: "Alle Beteiligten arbeiten derzeit an einer Lösung, damit die Nahverkehrskunden ihre Tickets auch wieder über diesen Weg kaufen können." Pro Monat konnte der VRR mit der App im Durchschnitt 22.000 Fahrkarten für Busse und Bahnen in der Region verkaufen. 60.000 Kunden sind im VRR-Ticketshop registriert. Bei DSW21 sehen die Zahlen anders aus:

"Im Vergleich zu den 100 Millionen Euro Einnahmen aus dem gesamten Fahrkartenverkauf liegt der Anteil der 1,2 Millionen Euro nur bei knapp über einem Prozent. Aber das ist ein ordentlicher Wert. Tendenz: steigend", sagt DSW21-Sprecherin Britta Heydenbluth über die Zahlen. Seitdem dem Absturz der VRR-App seien die Online-Verkaufszahlen für Fahrkarten um die Hälfte eingebrochen. Britta Heydenbluth: "Kunden waren verärgert. Das haben wir zu spüren bekommen."

DSW21-App ist schlanker

Wer die mit der VRR-App abgestürzte DSW21-App auf dem Smartphone besitzt, kann die nicht funktionierende Funktion voraussichtlich im Juni mit einem Update auf den neuesten Stand bringen. Die neue App sei "reduzierter und aufgeräumter. Wir konzentrieren uns auf die Grundfunktion", kündigt DSW21-Sprecherin Britta Heydenbluth an. Enthalten sind

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