DSW21-Vorschlag

SPD-Ratsmitglied spottet über Pläne für H-Bahn-Verlängerung

BAROP - Ein paar hundert Meter zum Arbeitsplatz laufen: Auf dem Campus der TU Dortmund eine Selbstverständlichkeit, findet ein SPD-Ratsmitglied Inge Albrecht-Winterhoff - für DSW-Vorstand Hubert Jung Grund dafür, die H-Bahn bis zum Technologiepark zu verlängern. Rausgeschmissenes Geld oder sinnvolle Investition? Stimmen Sie hier ab.

Die Berichterstattung vom 22. November über die von den Dortmunder Stadtwerken DSW21 geplante Verlängerung der H-Bahn bis zur Straße Hauert beschäftigt auch die lokale Politik.

"Mit Interesse" habe Ratsvertreterin Inge Albrecht-Winterhoff (SPD) aus Eichlinghofen auf die ins Auge gefasste Streckenverlängerung von 600 Metern reagiert. Die Kosten würden sich laut DSW21 auf insgesamt 6,7 Millionen Euro belaufen, von denen 670.000 Euro aus Mitteln des Stadtunternehmens kommen müssten.

Ratsvertreterin findet Begründung "sehr fragwürdig"

Die Begründung für die Verlängerung bezeichnet das Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen allerdings als "sehr fragwürdig". DSW21-Verkehrsvorstand Hubert Jung hatte sich im Gespräch geäußert, dass viele Mitarbeiter des Technologieparks von der Endstelle der H-Bahn noch mehrere hundert Meter zum Arbeitsplatz laufen würden.

"Wie schrecklich", so Inge Albrecht-Winterhoffs Reaktion. "Das müssen alle Menschen auf dem weitläufigen Uni-Campus und das schadet auch nicht. Die Öffnung der H-Bahn an Samstagen auf der Kernstrecke zwischen Eichlinghofen und Campus Nord und Süd wurde dagegen lange als ökonomisch unmachbar bezeichnet. Kosten dafür jährlich: Euro 40.000. Sie soll nun endlich 2018 kommen."

Für die Eichlinghoferin gilt: "Viel sinnvoller für die verkehrliche Erschließung des Technologiezentrums wäre die Eröffnung eines zusätzlichen S-Bahnhaltepunktes Am Hauert. Damit würde ein wesentlich größerer Effekt erzielt." Diese Zielsetzung würde sich auch im Masterplan Wissenschaft wiederfinden. "Der Stadtbezirk Hombruch der SPD setzt sich für diese Lösung schon länger als 20 Jahre ein."

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