Geiselnahme in Köln
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Eine SEK-Einheit hat in Duisburg fünf Männer festgenommen. (Symbolfoto)

Polizeieinsatz in Duisburg

SEK nimmt mutmaßliche Automatensprenger fest

In einem Duisburger Garagenhof sind am Montagmorgen (25. Mai) fünf Männer einer möglichen Automatensprenger-Bande festgenommen worden.

  • In Duisburg nimmt ein SEK fünf Männer fest.
  • Sie sollen Mitglieder einer Automatensprenger-Bande sein.
  • LKA und niederländische Polizei ermitteln.

Update, 25.05, 14.11 Uhr: Nach dpa-Informationen hielt während dieses Einsatzes ein Auto mit niederländischem Kennzeichen an dem Garagenhof in Duisburg. Darin saßen zwei Männer. Als sie den laufenden Polizeieinsatz bemerkten, flüchteten sie, konnten jedoch nach kurzer Verfolgung noch in Duisburg gestoppt werden.

Umfangreiches Beweismaterial in Duisburger Garage

"Derzeit wird geprüft, ob es sich bei den beiden Insassen um Mittäter handeln könnte", sagte ein LKA-Sprecher. In einer Garage hätten die Beamten "umfangreiches Beweismaterial" sicherstellen können. Eine "verdächtige Substanz" wurde noch am Montagvormittag von Sprengstoff-Experten des LKA vor Ort kontrolliert gesprengt. Um welche Art von Sprengstoff es sich genau handelt, wird noch untersucht. 

"nrw-aktuell.tv" hatte über den Einsatz berichtet. Zum Alter und der Nationalität der fünf Festgenommenen in Duisburg machte das LKA wenige Stunden später zunächst keine Ausführungen. Nach früheren Angaben geht die Ermittlungskommission "Heat" davon aus, dass ein Großteil der Sprengattacken in Nordrhein-Westfalen auf das Konto einer mehrere hundert Mann starken Szene nordafrikanischer Einwanderer geht, die im Raum Utrecht und im Raum Amsterdam lebt.

Flucht von den Tatorten in PS-starken Audis

Die Täter fliehen dabei bevorzugt mit hochmotorisierten gestohlenen Autos der Marke Audi und extrem rücksichtslosem Fahrverhalten. Die sogenannte "Audi-Bande" hat auf diese Weise in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro erbeutet und Millionenschäden durch die Sprengungen angerichtet. Auch die drei mutmaßlichen Täter in Duisburg fuhren nach dpa-Informationen einen hochmotorisierten Audi.

Während es in Duisburg beim Aufbruchsversuch blieb, sprengten Unbekannte wenige Stunden später in Neuss einen Geldautomaten im Vorraum einer Bankfiliale im Ortsteil Gnadenthal. Zeugen berichteten von vier Männern, die in einem dunklen Kombi mit niederländischem Kennzeichen davonfuhren. Durch die Detonation wurde auch das Gebäude beschädigt. Wie viel Geld die Täter erbeuteten, war zunächst unklar.

In diesem Jahr hat das LKA in Nordrhein-Westfalen in Sachen Geldautomaten einschließlich der beiden Fälle von Montagmorgen bereits insgesamt 85 Taten gezählt, darunter 51 Versuche. Im vergangenen Jahr hatten die Ermittler bis zum 25. Mai insgesamt 40 Taten registriert, darunter 24 Versuche.

Das berichteten wir ursprünglich:

Duisburg - Die Tatverdächtigen wurden in der Nacht zu Montag (25. Mai) gegen 1.30 Uhr von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei in einem Innenhof gefasst, in dem mehrere Garagen aneinander gereiht sind. Das teilte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) am Montag mit.

Männer wollten offenbar Geldautomaten sprengen 

Sie hatten zuvor einen Geldautomaten in einer Bank in Duisburg-Walsum manipuliert, um diesen möglicherweise zu sprengen. Dabei sei aber die Nebelanlage der Filiale ausgelöst worden. Die Männer flüchteten daraufhin und wurden wenig später festgenommen.

Laut LKA kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Tatverdächtigen schon für andere Sprengungen in der Vergangenheit verantwortlich sind.

Zusammenarbeit mit der niederländischen Polizei

Der Einsatz sei Teil eines länger andauernden Strafverfahrens der Ermittlungskommission "Heat" vom LKA in NRW und der niederländischen Polizei gewesen. Am Tatort seien mehrere Beweismittel sichergestellt worden. Die Ermittlungen dauern an. Zuvor hatte "nrw-aktuell.tv" berichtet.

(dpa)


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