Durch die Gartenstadt

Weg frei für Super-Radweg durch den Dortmunder Osten

DORTMUND - Es wird Dortmunds bislang teuerste Radwege-Verbindung: Der Gartenstadt-Radweg soll vom Phoenix-See in Hörde über eine alte Bahntrasse bis zur Westfalenhütte führen. Jetzt gibt es endlich Geld für den Baustart - und einen Zeitplan für die Realisierung.

Nach Jahren des Planens und Wartens geht es endlich voran: Einen Förderbescheid über 1,86 Millionen Euro für den Bau des Gartenstadt-Radwegs hat der Arnsberger Regierungspräsident Hans-Josef Vogel am Mittwoch an RVR-Regionaldirek-torin Karola Geiß-Netthöfel übergeben. Es ist die Grundfinanzierung für den ersten Bauabschnitt des Radwegs, der auf der ehemaligen Hoeschbahn-Trasse vom Phoenix-See in Hörde bis zur Westfalenhütte führen soll.

Erste Pläne wurden beim Regionalverband Ruhr (RVR) schon 2012 geschmiedet, 2016 sollte eigentlich mit dem Bau des insgesamt 5,3 Kilometer langen Radwegs begonnen werden. Doch erst versiegte der Fördertopf des Landes, dann gab es Probleme, sich alle nötigen Grundstücke zu sichern.

Geld aus Förderprogramm

Das hat sich nun erledigt. Mit dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm NRW ist eine neue Förderquelle gefunden. Aus ihr fließen 80 Prozent der Kosten, die für den ersten Bauabschnitt gut 2,3 Millionen Euro betragen. Der Eigenanteil des RVR liegt bei 465.000 Euro.

Der erste Bauabschnitt reicht über 3,9 Kilometer vom Phoenix-See quer durch die Gartenstadt bis nach Körne und endet an der Paderborner Straße. Als erste Maßnahmen soll hier noch in diesem Frühjahr gerodet und damit die Strecke freigemacht werden. Dafür läuft bereits die Ausschreibung, berichtete RVR-Sprecher Jens Hapke auf Anfrage unserer Redaktion.

Ab Herbst wird der Radweg hergerichtet, bekommt eine Asphaltdecke nebst Beleuchtung und Bänken. Und natürlich wird auch für Anschlüsse ans bestehende Straßen- und Radwegenetz gesorgt. Vier Meter breit soll der Gartenstadt-Radweg am Ende sein, über den wahrscheinlich in gut einem Jahr dann die ersten Radler rollen können.

Neue Brücken nötig

Wann es in Richtung Norden weitergeht, ist noch offen. Die Mittel aus dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm für den zweiten Bauabschnitt sind bereits in Aussicht gestellt, erklärt Hapke. Mitte dieses Jahres soll der Förderantrag gestellt werden.

Der zweite Bauabschnitt des Gartenstadt-Radwegs wird mit 7,5 Millionen Euro deutlich teurer und komplizierter. Denn über den Körner Hellweg und die Hannöversche Straße sollen neue Brücken gebaut werden.

Der dritte Bauabschnitt betrifft dann den vergleichsweise kurzen Abschnitt von der Brackeler Straße auf das Westfalenhütten-Gelände - auch hier mit neuen Brücken. Insgesamt summieren sich die Gesamtkosten für den Gartenstadt-Radweg damit auf rund 12 Millionen Euro. Zeitziel ist das Jahr 2020. Den Rahmen dafür steckt das Förderprogramm. Die geförderten Maßnahmen müssen innerhalb von sechs Monaten nach Bewilligung der Fördermittel begonnen und innerhalb von drei Jahren beendet sein.

Freude bei Verkehrsplanern

Dass es endlich losgeht, freut nicht zuletzt die Verkehrsplaner der Stadt. "Der Gartenstadt-Radweg ist eine ganz wichtige Verbindung für uns", erklärt Winfried Sagolla als zuständiger Bereichsleiter im Stadtplanungsamt. "Er bietet viele Möglichkeiten nicht nur für den Freizeitradverkehr, sondern auch für den Alltagsverkehr."

"Der Gartenstadt-Radweg schafft eine wichtiger Alternative im Mobilitätsbereich", ist auch der Bezirksbürgermeister der Innenstadt-Ost, durch die der Radweg zum großen Teil verläuft, überzeugt. Vor Ort hatten sich schon Initiativen gebildet, um am Rande des Radwegs für neues Leben von künstlerischer Gestaltung bis zu Rastplätzen für Radler zu sorgen.

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