Eichenprozessionsspinner im Fredenbaumpark

Stadt lässt befallene Bäume absaugen

Dortmund - "Raupenalarm" im Fredenbaum-Park: Dort sind mehrere Bäume vom Eichenprozessionsspinner befallen. Die Stadt lässt die Bäume jetzt absaugen, weil die aggressiven Raupen unter anderem mit ihren Brennhaaren für Menschen gefährlich sein können.

Wie bei Baumkontrollen des Tiefbauamtes festgestellt wurde, sind im Fredenbaum-Park mehrere Bäume stark von den aggressiven Raupen befallen, unter anderem rund um die Grillplätze des Parks. Die Experten des Grünbereichs beim Tiefbauamt haben die betroffenen Bereiche mit Warnbaken und Absperrband großräumig markiert und abgesperrt.

Das Tiefbauamt hat nun ein Fachunternehmen mit dem Absaugen der Gespinste beschäftigt. Auch das Big Tipi befindet sich innerhalb eines gesperrten Bereichs und bleibt voraussichtlich bis Freitagabend, 8. Juni, geschlossen, falls beim Absaugen keine zusätzlichen Gespinste entdeckt werden.

Die Gefahr, die von den Raupen ausgeht, ist nicht zu unterschätzen: In einem bestimmten Larvenstadium bilden die Raupen Brennhaare aus, die bei Berührung für den Menschen unangenehme Folgen haben. Sie reichen von Juckreiz und Hautrötungen bis zur Bindehautentzündung.

Dabei ist nicht nur der direkte Kontakt mit den Raupen gefährlich. Weil die Härchen leicht brechen, werden sie vom Wind verbreitet und gelangen so in Kontakt mit Menschen. Gelangen sie in die Atemwege, kann dies sogar zu Entzündungen und Atemnot führen.

Betroffene Bäume werden abgesaugt

Die Besucher des Fredenbaum-Parks werden deshalb dringend gebeten, die abgesperrten Bereiche zu meiden. Anfang nächster Woche sollen die sackartigen Nester, die wie große Spinnenweben wirken, von einer Fachfirma entfernt werden. Die Bäume werden dazu regelrecht abgesaugt.

Erstmals aufgetreten waren Eichenprozessionsspinner im Sommer vergangenen Jahres auf einer Grünfläche an der Beethovenstraße am Rande des Fredenbaum-Parks. Ansonsten blieb Dortmund von dem Phänomen, das in vielen Städten für Probleme sorgt, bislang verschont.

Eichenprozessionsspinner sind dieses Jahr früh dran

Nun ist neben der Fläche an der Beethovenstraße auch der Park selbst betroffen. Meldungen aus anderen Bereichen der Stadt gibt es noch nicht, berichtete Martin Rüthers, Grün-Bereichleiter im Tiefbauamt. Die Baumkontrolleure werden aber verstärkt auf möglichen Schädlingsbefall acht. Die Raupen sind in diesem Jahr wegen des warmen Wetters sehr früh geschlüpft.

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