"Ein Schritt nach vorn"

BVB will den Turnaround mit Peter Bosz schaffen

LEVERKUSEN - Seit Wochen beschwört Peter Bosz den Turnaround beim BVB. Gelungen ist das bislang nicht. Dennoch gibt es nach dem 1:1 in Leverkusen mal wieder positive Statements der Dortmunder Spieler.

Man muss kein übertriebener Pessimist sein, wenn man nicht so recht daran glauben mag, dass der Wunsch von Bosz, nun am kommenden Mittwoch in Madrid zu gewinnen, in Erfüllung gehen wird.

"Aufgaben in Madrid und gegen Bremen lösen"

Nichtsdestotrotz erklärte Sportdirektor Michael Zorc am Samstag: "Dass über andere Trainernamen diskutiert wird, gehört zum Fußballgeschäft, damit müssen wir leben. Unsere vordringliche Aufgabe ist aber, die nächsten Aufgaben in Madrid und gegen Bremen zu lösen. Unser Wunsch ist, den Turnaround mit Peter Bosz zu schaffen."

Von den Dortmunder Spielern gab es nach dem 1:1 in Leverkusen seit Wochen mal wieder positive Statements. "Einen Schritt nach vorn" hatten sie gesehen, wie dann Marcel Schmelzer und der erstmals wieder berücksichtigte Neven Subotic im gleichen Duktus anführten, und dann wahlweise ergänzt, dass Leverkusen ja

a) sowieso eine starke Mannschaft sei und b) zuletzt gegen Leipzig ja auch in Unterzahl bewiesen habe, schwer zu besiegen zu sein.

Der unvermindert hohen Mängelliste im Dortmunder Spiel auch in Überzahl zum Trotz galt es, dieses 1:1 als erstes kleines positives Signal zu bewerten.

Rote Karte bringt die Wende

Die Mannschaft habe gezeigt, dass sie fähig sei, einen Gegner zu dominieren, erklärte Subotic, der vor allem auch hervorhob, dass die Art der Zweikampfführung im Vergleichzu den Vorwochen deutlich verbessert gewesen sei. "Da waren wir auf einem guten Niveau, das wird auch in den nächsten Wochen ein wichtiger Faktor sein."

Die nackten Zahlen gaben dem Serben nur zur Hälfte Recht. Dortmund hatte zwar 73 Prozent Ballbesitz, gewann aber nur 40 Prozent der Zweikämpfe - beide Werte ließen sich direkt mit der Roten Karte gegen Leverkusens Wendell in Zusammenhang bringen: In Unterzahl gab die Werkself naturgemäß die Räume und den Ball her, verteidigte dafür aber umso intensiver das eigene Tor.

In den ersten 30 Minuten klar unterlegen

Gnädig den Mantel des Schweigens breiteten alle Dortmunder über die erste halbe Stunde der Partie aus - da steuerte ein klar unterlegener BVB dem nächsten Nackenschlag entgegen. Die Rote Karte veränderte alles an diesem Samstagabend, nicht zuletzt auch die Wahrnehmung des Unentschiedens in Reihen der Schwarzgelben.

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