Für 24 Einbrüche verantwortlich

Polizei Dortmund gelingt Schlag gegen Einbrecherbande

Dortmund - Die Ermittlungskommission "Luise" hat zugeschlagen: Der Dortmunder Polizei und Staatsanwaltschaft ist ein Schlag gegen eine albanische Einbrecherbande gelungen. Acht Tatverdächtige konnten dingfest gemacht werden. Insgesamt 24 Einbrüche sollen auf ihre Kappe gehen.

Am Montag griffen die Ermittler der Kommission zu. Acht Personen konnten vorläufig festgenommen werden, zwei Wohnungen in Körne und eine Gaststätte in der City wurden durchsucht. Die Beamten fanden dabei diverses Diebesgut wie Schmuck, Münzen, Laptops und Handys. Ebenfalls sichergestellt wurden eine Schreckschusspistole und circa 200 Gramm Kokain.

Bande war überregional aktiv

Auf die Spur gekommen waren die Beamten nach einer Serie von Einbrüchen in Schüren im September 2017. Ein Zeuge konnte einen Hinweis zu einem sehr auffälligen Rucksack machen. Der führte letztendlich schon im Oktober zu einer Festnahme. Dabei trug der Tatverdächtige diesen nämlich. Und damit begannen die Ermittlungen.

Es stellt sich heraus. dass die Bande überregional agiert. Neben neun Einbrüchen in Dortmund sind die Tatverdächtigen auch in Wohnungen in Bielefeld, Vlotho, Minden, Solingen, Kamen und Unna eingestiegen. Ingesamt 24 Einbrüche gehen wohl auf die Kappe der mutmaßlichen Einbrecher. Den entstandenen Schaden schätzt die Kommission auf eine sechsstellige Summe.

Drei Verdächtigen droht Abschiebung

Ein Großteil der gefundenen Beute konnten bereits konkreten Einbrüchen zugeordnet werden. Weitere Auswertungen und auch die Ermittlungen dauern noch an.

Von den acht festgenommenen Personen erhielten fünf einen Untersuchungshaftbefehl. Sie sind laut Polizei dringend tatverdächtig, an den Einbrüchen beteiligt gewesen zu sein. Sie alle sind albanischer Staatsangehörigkeit und im Alter von 17 bis 39 Jahren. Zwei der Verdächtigen sind bereicht einschlägig polizeibekannt, die anderen drei waren erst vor wenigen Wochen illegal nach Deutschland eingereist. Hier wird nun die Abschiebung geprüft.

Fallzahlen gehen deutlich zurück

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange hebt in der Pressemitteilung der Polizei nicht nur den Ermittlungserfolg vor, sondern auch den Zeitpunkt der Festnahme: Hier wurden organisierte Einbrecherstrukturen zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Keim erstickt. Einige der Täter waren erst vor Wochen nach Deutschland eingereist. Diese Täter hätten definitiv weitergemacht und ihre Strukturen noch optimiert. Es ist gut, dass diese Leute jetzt aus dem Verkehr gezogen worden sind."

Durch die Zerschlagung von Einbrecherbanden seien laut Lange die Fallzahlen deutlich zurückgegangen. So sei die Zahl der Wohnungseinbrüche von Januar bis November 2017 in Dortmund auf eine Fünfjahrestief von 1880 Fällen gesunken. Die Aufklärungsquote liegt bei gut 16 Prozent, dies ist der höchste Wert seit 2012.

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