Einsätze

110 Polizeieinsätze wegen eskalierender Hochzeitsfeiern

Düsseldorf (dpa/lnw) - Hupkonzerte, Böller, Straßenblockaden, Schüsse: Die Polizei ist in Nordrhein-Westfalen wegen ausufernder Hochzeitsfeiern in den letzten vier Wochen etwa 110 Mal ausgerückt. Das sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums am Montag auf Anfrage. Meist, aber nicht in allen Fällen, sei es dabei um Eingriffe in den Straßenverkehr gegangen.

Nach 30 Einsätzen am vorletzten Wochenende seien am vergangenen noch einmal zehn dazugekommen. Es sei bei den Polizeieinsätzen auch schon zur Sicherstellung von Führerscheinen und Autos gekommen, erklärte das Innenministerium. "Autobahnen sind keine Festsäle", hatte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) Mitte April gesagt. Besonderes Aufsehen hatte ein Vorfall auf der Autobahn 3 bei Ratingen erregt, wo mehrere Luxuskarossen vor den Augen der Polizei die komplette Fahrbahn blockierten. Am vergangenen Wochenende war ein türkischer Hochzeitskorso in Köln ausgerechnet an einer Polizeiwache vorbeigefahren: hupend, mit aufheulenden Motoren und quietschenden Reifen. Zuvor soll zumindest einer der Teilnehmer in die Luft geschossen haben. Auf der Straße entdeckten Polizisten mehrere Patronenhülsen. Die Waffe fanden sie nicht.

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