Engagement für Politik

18-Jähriger mischt in der Landespolitik mit

EVING. - Marian Mechnig (18) ist Mitglied im Kinder- und Jugendrat NRW, einem politischen Gremium, das die Jugendlichen im Land vertritt. Der Schüler hat auch durch die Evinger Jugendforen den Weg in die Politik gefunden.

Marian Mechnig, der eine Gesamtschule in Lünen besucht, findet, dass in den Schulen das Falsche gelehrt wird. "Wofür muss ich etwas über Parabeln wissen, wenn ich mich zum Beispiel überhaupt nicht mit Versicherungen oder öffentlichen Finanzen auskenne?" Letzteres müsse man auf eigene Faust lernen.

Das ist nur einer von mehreren Ansatzpunkten für seine künftige politische Arbeit, die mit einer ersten Sitzung der neu gewählten Delegierten des Kinder- und Jugendrates Nordrhein-Westfalen im Jugendgästehaus an der Silberstraße begann. Dabei standen vor allem das gegenseitige Kennenlernen sowie erste Arbeitsgemeinschaften wie eine Zukunftswerkstatt auf dem Programm.

Kennenlernen

Obwohl das Treffen in Dortmund stattfand, nahm Marian Mechnig das Angebot an, im Jugendgästehaus auch zu übernachten. Nur so könne er die anderen Teilnehmer richtig kennenlernen.

Der Evinger besucht schon lange die Jugendfreizeitstätte an der Württemberger Straße und hilft seit einiger Zeit dort auch am Tresen mit. Jugendliche sollten am besten schon mit 13 oder 14 mit Politik in Verbindung gebracht werden, findet er. Gerade die Jugendfreizeitstätte Eving leistet in dieser Hinsicht seit Jahren hervorragende Arbeit. War es zunächst die Aufarbeitung der Nazi-Zeit, die dem früheren Leiter Uli Müller besonders am Herzen lag, sind es nun die regelmäßigen Jugendforen, gegründet vom jetzigen Leiter Björn Braun und der Evinger Jugendpflegerin Sonja Carstens.

Gute Argumente

Marian Mechnig, der nach dem Abitur soziale Arbeit oder Sozialwissenschaften studieren möchte, ärgert sich über einige Gleichaltrige, die bei Wahlen ihr Stimmrecht nicht ausüben. Auch kenne er leider ein paar Leute, die sich vom Rechtspopulismus einfangen lassen. Er versuche dann, mit Argumenten dagegenzuhalten.

In der Jugendfreizeitstätte Eving wolle er sich zunächst weiter engagieren und auch versuchen, sich mit eigenen Ideen einzubringen. In eine Partei sei er noch nicht eingetreten. Dafür habe er derzeit neben Abi und allem Anderen einfach keine Zeit.

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