Der engagierte Streiter

Dr. Hans-Ulrich Foertsch: Mit 80 noch unermüdlich

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MARL. - Er ist ein engagierter Streiter für die Organspende, er hilft Flüchtlingen und auch als Vorsitzender des Verwaltungsbezirks Recklinghausen der Ärztekammer Westfalen-Lippe hat er einiges auf dem Terminplan stehen. Man tut sich schwer zu glauben, dass Dr. Hans-Ulrich Foertsch schon 80 Jahre alt ist. Doch tatsächlich hat er in diesen Tagen den runden Geburtstag gefeiert.

Körperliche und geistige Fitness seien die Voraussetzung dafür, diese Aufgaben zu meistern, sagt der Marler Mediziner. Bis zu vier Mal in der Woche ist Hans Ulrich Foertsch kilometerweit entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Er liest viel und beschäftigt sich mit klassischer Literatur. Vor allem Goethe fasziniert ihn. Schon 1999 gründete Dr. Foertsch eine Goethe-Gesellschaft im Vest Recklinghausen, bis heute – mit immerhin 140 Mitgliedern – die einzige in Westfalen-Lippe.

Marl ist seit seiner Kindheit die Heimat von Hans-Ulrich Foertsch. Nach dem Studium und beruflichen Klinik-Stationen in Marl, Essen und Recklinghausen sowie der Promotion gründete der Facharzt für Innere Medizin 1971 seine eigene Praxis in Marl-Hüls. Bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2003 kümmerte er sich dort um das Wohl seiner Patienten.

Streiter für Organspende und Flüchtlingshelfer

Darüber hinaus engagierte sich der Internist auch für die ärztliche Selbstverwaltung. Er war neun Jahre lang Vorsitzender des Ärztevereins Vest Recklinghausen und bekleidet seit 1974 den Vorsitz im Recklinghäuser Bezirk der Ärztekammer. Seine Amtszeit dauert noch gut drei Jahre. Besonders am Herzen liegt Foertsch die Weiterbildung der Ärzteschaft. Noch heute organisiert er regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen. Für sein Engagement wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Hans-Ulrich Foertsch hat sich auch als Werber für die Organspende einen Namen gemacht. Er organisiert Informationsveranstaltungen, geht in Schulklassen, um über das Thema aufzuklären. „Ich habe Patienten betreut, die jahrelang auf ein Spenderorgan gewartet haben und deren Überlebenschancen von Monat zu Monat schwanden. Das war sehr deprimierend“, sagt er.

Auch das Schicksal der Flüchtlinge berührt den Mediziner. Von Beginn an setzte er sich ehrenamtlich für die ärztliche Versorgung in Flüchtlingsunterkünften ein. Und er motivierte Ärzte-Kollegen, diesem Beispiel zu folgen. „So hat es im Kreis niemals Engpässe bei der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge gegeben.“

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