Entwarnung

Grundschule Kirchderne wurde wegen Bombenattrappe evakuiert

Dortmund - Großer Alarm an der Kirchderner Grundschule: Statt tobender Kinder befanden sich am Dienstagmittag Polizisten und Feuerwehrleute auf dem Schulgelände. Grund dafür war eine Bombenattrappe.

Um kurz vor 10 Uhr, während der großen Pause, entdeckten Schüler einen verdächtigen Gegenstand hinter einem blauen Seecontainer, der auf dem Schulhof am Merckenbuschweg steht. Aus dem Gegenstand ragten Drähte heraus, die Schüler informierten ihre Lehrer. Die Schule verständigte die Polizei, die daraufhin das Gelände weiträumig absperrte und alle 200 Kinder und die Lehrer evakuierte.

Auch der benachbarte Kindergarten und anliegende Wohnhäuser wurden von Beamten geräumt. Laut Polizei lief die Räumung durch das besonnene Verhalten von Lehrern, Schülern, Eltern und Anwohnern ohne jegliche Probleme und Störungen ab. Die meisten Schüler wurden von ihren Eltern abgeholt. Die anderen Kinder wurden in der Nähe im Bereich der Katholischen Kirche betreut.

Umwickelte Röhrchen

Experten des Landeskriminalamtes (LKA) nahmen auf dem geräumten Schulhof den verdächtigen Gegenstand in den Blick: Laut Polizeisprecher Kim Ben Freigang handelte es sich um eine Bombenattrappe, bestehend aus mehreren Röhrchen, Kabeln und einer Batterie. Das Ganze war mit Klebeband umwickelt und an die Rückseite des Seecontainers geklebt. "Wir mussten den Vorfall ernst nehmen. Das war auf den ersten Blick kein Fehlalarm. Deshalb auch unsere Maßnahmen", sagte Freigang.

Da die Polizei anfangs eine echte Sprengladung nicht ausschließen konnte, schickten die LKA-Experten zunächst einen Spezialroboter vor. Außerdem wurde der Gegenstand geröntgt. Mit einer kleinen Sprengung kappten die Experten schließlich die Drähte, die aus der Batterie herausragten.

Erst am Nachmittag gegen 16 Uhr konnte die Polizei Entwarnung geben: Eine erste Untersuchung des Gegenstandes durch die Entschärfer ergab, dass es sich um eine nicht sprengfähige Bombenattrappe handelte. Die Spurensicherung suchte vor Ort nach Hinweisen, die auf den Erbauer der Attrappe schließen lassen könnten.

Harmloser Gegenstand

Nach jetzigem Stand könne man sagen, dass es sich um einen harmlosen Gegenstand gehandelt habe, sagte Freigang. Genaueres müssten weitere Analysen ergeben.

Vereinzelt kam es um die Schule herum zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Einsatzkräfte hatten den Merckenbuschweg an der Ecke zur Derner Straße abgesperrt. Auch auf der nahegelegenen Strecke der U42 kam es zu Unterbrechungen. Nach der Entwarnung um 16 Uhr wurden die Sperrungen wieder aufgehoben.

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