Ermittlungen laufen

Träger sieht "mutwillige Verunreinigung" in Leverkusener Kita

Leverkusen - Im Fall der verunreinigten Mahlzeiten in einer Leverkusener Kindertagesstätte rätselt der evangelische Träger über die Hintergründe. Die Polizei ermittelt.

Eine Paprika-Rahmsoße und eine Gemüsesuppe seien offenbar mit Reinigungsmitteln aus der Kita verunreinigt worden. Glücklicherweise habe kein Kind und kein Erwachsener davon gegessen oder sei auch nur damit in Berührung gekommen, sagte der Geschäftsführer des Kita-Verbunds, Hans Höroldt, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in .

Der kirchliche Verbund zum Betrieb evangelischer Tageseinrichtungen in Leverkusen hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. "Es gibt keine konkreten Verdachtsmomente gegen einzelne Personen", sagte Höroldt. "Eine solche Geschichte haben wir in unserer Geschichte bisher noch nicht erlebt." Nadja Georgi vom Kita-Verbund sagte: "Wir waren entsetzt, schockiert."

Bisher wurde ein Kind von der Kita abgemeldet

Das Essen werde von einem Caterer angeliefert. Es sei sofort aufgefallen, dass mit den Mahlzeiten etwas nicht gestimmt habe. Zunächst habe man an einen Fehler des Caterers geglaubt. Eine Laboruntersuchung habe aber ergeben, dass es sich bei den Verunreinigungen um Bestandteile der Reinigungsmittel gehandelt habe, die in der Kita verwendet würden. Es gehe um zwei Vorfälle am 12. und 18. Februar. In der Kita werden etwa 60 Kinder von zwölf Erziehern betreut. Ein Kind sei bisher abgemeldet worden, sagte Höroldt.

Was passiert wäre, wenn die Kinder das verunreinigte Essen gegessen hätten, sei Spekulation. Möglicherweise wäre es zu Durchfallerkrankungen gekommen, sagte Georgi. Das Mittel sei aber in etwa sieben Litern Essenssoße verdünnt gewesen.

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