Ermittlungen laufen

Unbekannte sprengen Zigarettenautomaten

Dorsten/ Gelsenkirchen - In Dorsten und Gelsenkirchen haben Unbekannte mehrere Zigarettenautomaten gesprengt. Durch die starke Detonationen wurde in Gelsenkirchen auch ein Auto beschädigt. Die Polizei warnt vor dem Gebrauch von illegalen "Böllern".

Ein Knall ließ die Anwohner des Eichenstücks in Dorsten in der Nacht zu Donnerstag (27.12.) aus dem Bett hochschrecken: Unbekannte Täter hatten dort einen Zigarettenautomaten gesprengt. Wegen des Knalls wurde gegen 2.50 Uhr ein Anwohner aufmerksam und sah noch, wie die Täter, drei dunkel gekleidete Männer, Geld und Zigaretten aus dem zerstörten Automaten nahmen und in Richtung Napoleonsweg flüchteten. Die Explosion muss sehr heftig gewesen sein, denn der Zigarettenautomat wurde förmlich in seine Einzelteile zerlegt. Hinweise erbittet das zuständige Kriminalkommissariat unter Tel. (0800) 23 611 11.

Auch in Gelsenkirchen waren Unbekannte am Werk: Acht Zigarettenautomaten sprengten unbekannte Täter regelrecht auf und zerstörten sie zum Teil vollkommen. So unter anderem am frühen Morgen des ersten Weihnachtstages an der Drakestraße in Heßler, teilte die Polizei mit. Hier wurden zwei männliche, dunkel gekleidete Personen beobachtet, die sich unmittelbar nach der Explosion vom Tatort entfernten. Wie stark die Detonationen waren, zeigen die Angaben der Zeugen, die in ihren ersten Befragungen gegenüber den eingesetzten Polizisten aussagten, dass selbst der Boden vibriert habe. Hier wurde auch ein Auto, das in unmittelbarer Nähe geparkt war, durch abgesprengte Teile des Zigarettenautomaten beschädigt. Allein die Schäden an den acht zerstörten Automaten liegen nach Angaben der Polizei jeweils im mittleren vierstelligen Bereich. In allen Fällen sind die Täterbeschreibungen nur vage und die Verdächtigen noch nicht ermittelt, so die Polizei.

Grundsätzlich mahnt die Polizei zum sachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern aller Art. In Deutschland darf nur zertifiziertes Feuerwerk erworben und gezündet werden. Feuerwerk für Privatpersonen darf nur an den letzten drei Tagen des Jahres an Erwachsene über 18 Jahre verkauft werden. Nur Feuerwerkskörper der Kategorien F1 und F2 sind zugelassen.

Achten Sie auf das "CE-Zeichen", dass auf jedem einzelnen Feuerwerk aufgedruckt sein muss und erwerben Sie Feuerwerk nur im regulären stationären Handel. Knaller aus dem Ausland sind unter Umständen nicht geprüft und können lebensgefährlich sein. Teilweise explodieren diese umgangssprachlich "Polenböller" genannten Sprengkörper auch ohne Kontakt mit Feuer und können so zu erheblichen, unter Umständen lebensgefährlichen Verletzungen führen.

Auch Gegenstände, die durch "Böller" zur Explosion gebracht oder abgesprengt werden, können im Extremfall zu tödlichen Geschossen werden. Wer nicht zertifizierte Knaller zündet oder herstellt, dem drohen bis zu 50.000 Euro Bußgeld oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren!

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