Erste Hilfe an Schulen

Rettungsdienst will mehr Tempo bei der Wiederbelebung

Dortmund - Erste Hilfe als verpflichtendes Angebot an Schulen - so steht es im Koalitionsvertrag der Landesregierung. Einen offiziellen Startschuss gibt es noch nicht. Der Dortmunder Rettungsdienst will nicht länger warten und hat losgelegt. An der Marie-Reinders-Realschule führte das zu einem Einsatz mit Notarzt und Rettungswagen.

Die Deutschen sind Erste-Hilfe-Muffel: Die Laien-Reanimationsquote liegt in unserer fortschrittlichen Industrienation bei gerade einmal 30 Prozent. Skandinavische Länder haben einen großen Vorsprung: Dort liegt die Quote bei 70 Prozent. Das sind Zahlen, mit denen Notärzte argumentieren, um die Reanimation durch Laien zu verbessern und mehr Leben zu retten.

Erste Hilfe als Fach an Schulen

In Skandinavien sind Bürger also häufiger in der Lage, einen Menschen zu reanimieren, bevor Rettungsdienst und Notarzt eintreffen. Deutschland soll jetzt aufholen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat deshalb die Erste Hilfe als verpflichtendes Angebot in Schulen in den Koalitionsvertrag geschrieben. Dem Dortmunder Rettungsdienst geht aber alles viel zu langsam.

Der Ärztliche Leiter des Dortmunder Rettungsdienstes, Dr. Hans Lemke, will der Landesregierung und der Bezirksregierung ein Signal geben - und fuhr mit einem Rettungswagen, Ausbildungsmaterial und viel Wissen an die Marie-Reinders-Realschule.

erklärt dieser Videofilm:

Dass Erste-Hilfe-Kurse nicht nur an Schulen sinnvoll sind, beschreibt diese Geschichte eines Dortmunder Ehepaares:

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