Erster Wurf

Martener Mops-Welpen sind putzmunter

Marten - Tiere begleiten Elke Schreiter-Meyer bereits ihr Leben lang. Vor drei Jahren entdeckte die Martenerin ihr Liebe zu Möpsen. Anfang Dezember hat sich ihr Hundeglück vervielfacht. Wir zeigen viele Fotos der süßen Mops-Welpen.

Ihren ersten Hund bekam Elke Schreiter-Meyer mit sechs Jahren. Seitdem sind Tiere ihre Begleiter. Meistens waren es Nothunde, sagt die 60-Jährige. Also Vierbeiner, die andere Menschen nicht mehr behalten wollten oder konnten. Mopsdame Megan Paula vom Château des Carlins, Rufname Paula, hingegen hat sich Elke Schreiter-Meyer ganz bewusst ausgesucht. Drei Jahre ist das her, nachdem sich die Martenerin in den Mops ihrer Arbeitskollegin verguckt hatte.

Paula kam mit acht Wochen

"Bis dahin wollte ich eigentlich nie einen Mops haben. Aber als ich den schwarzen, wuscheligen, kompakten Kerl gesehen habe, da war es um mich geschehen", erzählt sie. Und so zog Paula im zarten Alter von acht Wochen bei den Schreiters und Hund Nike, einem Jack-Russel-Malinois, ein. Seitdem sieht es Elke Schreiter-Meyer wie Loriot: "Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." Paula, schwärmt sie, sei lebhaft, flott, verschmust und menschenbezogen. So wie jeder Mops eben. "Ein Leben ohne Mops, nein, das kann ich mich nicht mehr vorstellen."

"Das war sehr aufregend"

Momentan hat Elke Schreiter-Meyer nicht nur einen Mops, sondern gleich sechs. Zumindest vorübergehend. Denn die dreijährige Paula ist in der Nacht vom 6. auf den 7. Dezember Mama geworden. Fünf Welpen, zwei Hündinnen und drei Rüden, hat sie geworfen. Bei der Geburt haben sie Elke Schreiter-Meyer und eine Freundin aus der Nachbarschaft unterstützt. "Das war sehr aufregend, aber zum Glück ist alles gut gegangen", erzählt die beim "Club der Kleinhunde Ebern" eingetragene Neu-Züchterin. "Von Tremonia" lautet der Zuchtname. Alle Welpen sind wohlauf, nehmen kräftig zu. Bei der Geburt wogen sie zwischen 159 und 206 Gramm, 20 Tage später lag das Gewicht bereits zwischen 556 und 663 Gramm.

Zucht-Idee reifte zwei Jahre

Vor zwei Jahren kam der Betreuungsassistentin in einem Seniorenheim der Gedanke, Möpse zu züchten. Zwei Jahre sei sie im Zwiespalt gewesen, habe gelesen ohne Ende - um es dann schließlich zu wagen. Zum einen hat sich die 60-Jährige mit diesem ersten Wurf einen Herzenswunsch erfüllt. Zum anderen wollte sie ihren Beitrag in Sachen Rückzüchtung leisten. Entsprechend dem Erscheinungsbild der Möpse des 19. Jahrhunderts, der altdeutschen Zuchtrichtung, sollen die Tiere nämlich wieder längere Nasen und Hälse bekommen, um so mehr Platz für Atemwege und Zunge zu schaffen. "Dadurch sollen die Möpse wieder mehr Lebensqualität haben."

Deckrüden in Münster gefunden

Bei der Suche nach einem Deckrüden habe sie, so die Mopszüchterin, gezielt auf diese Kriterien geachtet. Ihre Wahl fiel schließlich auf "East Isles Casan va of Minneapolis" in Münster. Wie Paula wurde Casanova zuvor einer Zuchttauglichkeitsprüfung unterzogen und medizinisch, unter anderen mit Hilfe von Röntgenaufnahmen, durchgecheckt. Beide sind erfolgreiche Ausstellungshunde. "Paula hat immer die Note V1 erhalten. V steht für vorzüglich."

Mit der Geburt der Welpen Aimee, Ayra, Anders, Aley und Aaron hat sich das Leben der Mops-Liebhaberin grundlegend geändert. "Es ist, als hätte man noch mal ein Baby bekommen", sagt sie. Tagsüber achte sie darauf, dass Paula alle zwei Stunden ihre Jungen säugt, nachts lausche sie auf jedes Geräusch in der Welpenstube.

Erster Tierarztbesuch steht an

In Kürze steht der erste Tierarztbesuch an, die Welpen müssen geimpft, gechipt und entwurmt werden. An den Abschied, also den Verkauf der Welpen, mag Elke Schreiter-Meyer nicht denken. Interessenten gebe es bereits. Ihr sei natürlich klar, dass sie nicht den kompletten Nachwuchs behalten könne. Aber vielleicht eine der beiden Hündinnen? Ihr Mann Karl schüttelt heftig und lange mit dem Kopf. Das Thema sollen die beiden lieber alleine ausdiskutieren?

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