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So sieht die Kreuzkröte aus.

Stadt Essen in Nöten

Bedrohte Kreuzkröten suchen ein neues Zuhause - mit viel Platz

Seltene Amphibien fühlen sich ausgerechnet auf Kohlebrachen sehr wohl: Auf dem Gelände der "Freiheit Emscher" wurden schon 350 eingesammelt.

Im Ruhrgebiet wird ein neues Zuhause für die bedrohten Kreuzkröten gesucht. Auf dem ersten Bauabschnitt des Großbauprojekts „Freiheit Emscher“, das die Städte Essen und Bottrop planen, leben rund 350 dieser Art. Das bestätigte die RAG Montan Immobilien, die diese Fläche vermarktet. 

400 Quadratmeter für jedes Exemplar

Die Krux: Jede Kröte braucht etwa 400 Quadratmeter Platz. Das heißt, dass alle Kröten zusammen eine Ersatzfläche benötigen, die so groß ist, wie ein Wohngebiet für 350 Einfamilienhäuser. Die Kröten wurden bereits 2018 vom NABU eingesammelt und leben derzeit auf einer Fläche, die ebenfalls bebaut werden soll. 

Stadt Essen sucht jetzt nach einer Lösung

Für rund die Hälfte wurde bereits ein nahegelegener Park ausgeguckt, in den sie 2022 umziehen können. Für die anderen Kröten sucht die Stadt Essen jetzt eine Lösung. Auf der Fläche, auf der der neue Stadtteil „Freiheit Emscher“ entsteht, wird der erste von fünf Abschnitten saniert und für die Bebauung vorbereitet. Aber auch auf dem restlichen Gebiet werden weitere Kreuzkröten vermutet. Anderswo sterben Kreuzkröten aus, im Ruhrgebiet hingegen vermehren sie sich. Sie mögen vor allem alte Kohlebrachen.

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