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Über die Ruhr werden mehr als 4,6 Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgt.

Niederschlag

Der Ruhrverband verzeichnet den trockensten Sommer seit 1927

In den vergangenen drei Monaten wurde noch weniger Regen pro Quadratmeter gemessen als im Dürrejahr 1918. Was das bedeutet.

Der Sommer 2019 war im Einzugsgebiet der Ruhr im Sauerland der trockenste seit 1927. Wie der Ruhrverband am Freitag mitteilte, fielen dort im Juni und Juli etwa 55 Prozent und im August knapp 40 Prozent weniger Niederschlag als üblich. Insgesamt wurden in den drei Monaten nur 143 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen und damit drei Liter weniger als im Dürrejahr 2018.

Das Ruhr-Einzugsgebiet umfasst eine Fläche, die fünf Mal so groß ist wie Berlin.

Warum die Talsperren so wichtig sind

Über die Ruhr werden mehr als 4,6 Millionen Menschen im Ruhrgebiet und im Sauerland mit Trinkwasser versorgt - der Kreis Recklinghausen allerdings nicht. Damit der Fluss immer genügend Wasser führt, betreibt der Wasserwirtschaftsverband unter anderem acht Talsperren, die bei zu wenig Niederschlag Wasser in den Fluss abgeben.

Die Talsperren hätten das Ruhrgebiet in diesem Sommer abermals vor Wasserknappheit bewahrt, hieß es. Ohne sie wäre die Ruhr im Sommer bei Schwerte an 38 Tagen und an der Mündung an fünf Tagen trockengefallen.

Ende August lag der Füllstand aller Talsperren bei 71 Prozent und damit knapp acht Prozent unter dem langjährigen Mittel. Auch bei anhaltender Dürre sei das Talsperrensystem weiterhin ausreichend gefüllt, betonte der Verband.

dpa/EB

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