Die Polizei sucht nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht in Essen nun mit Fotos nach den Tätverdächtigen.
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Die Polizei sucht nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht in Essen nun mit Fotos nach den Tätverdächtigen.

Massive Ausschreitungen

Nach heftigen Ausschreitungen an Silvester - Polizei Essen sucht mit Fotos nach den Tätern

  • vonLisa Krispin
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In der Silvesternacht hat es in Essen massive Ausschreitungen gegeben. Videos zeigen Bilder der Zerstörung. Die Polizei sucht nun die mutmaßlichen Täter.

Update, Freitag (8. Januar), 22.13 Uhr: Essen - In der Silvesternacht sollen in Essen rund 40 bis 50 Jugendlich für Randale gesorgt haben. Papierkörbe wurden durch Feuerwerkskörper in Brand gesteckt, Müllcontainer auf der Straße umgestürzt und mehrere Glasscheiben eingeschlagen. In den Tagen nach Silvester tauchten zunehmend Videos im Internet auf, die den Tathergang zeigen.

Fotos zeigen, wie junge Männer an Silvester in Essen die Glasscheibe einer Bushaltestelle zerschlagen.

Die Polizei sucht nun mit Fahndungsbildern, die aus den Internet-Videos stammen, nach den mutmaßlichen Tätern. Die Fotos zeigen unter anderem zwei junge Männer, die eine Glasscheibe an einer Bushaltestelle einschlagen. Es wird nun wegen Landfriedensbruch und Sachbeschädigung ermittelt. Wer Angaben zu den Tatverdächtigen machen kann, wird gebeten sich bei der Polizei in Essen zu melden.

War dieser Mann bei den Ausschreitungen in der Silvesternacht in Essen beteiligt? Die Polizei fahndet nach ihm.

Erstmeldung, Samstag (2. Januar), 14.05 Uhr: Die Bilanz nach Silvester fiel vonseiten der Polizei und Feuerwehr im Ruhrgebiet fast durchweg positiv aus, berichtet RUHR24.de.*Anders sah die Situation jedoch in Essen aus. Es kam zu Ausschreitungen und Randalen.*

StadtEssen
Fläche210,3 km²
Einwohner591.018 (2019)

Silvester in Essen: Polizei spricht von Ausschreitungen und Verwüstung

Wie die Polizei Essen am Neujahrstag (1. Januar) mitteilte, wurden einige Polizisten bei einem Einsatz an der Steeler Straße in Essen mit Böllern beworfen. Zuvor hatten dort etwa 30 Jugendliche mehrere Mülleimer mit Brandbeschleuniger angezündet.

Weitere Zerstörungen hat es den Angaben der Polizei zufolge auch im Stadtteil Altenessen gegeben. Anwohner meldeten gegen 0:40 Uhr eine Gruppe von rund 50 Personen, die auf dem Altenessener Markt randaliert und den Markt verwüstet hatte. Die Folge: zertrümmerte Haltestellen, zerschlagene Werbetafeln und abgetretene oder brennende Mülleimer.

Wilde Zerstörung in der Silvesternacht: Videos zeigen das Ausmaß der Verwüstung in Essen

Im Internet kursieren mittlerweile Videos, die das Ausmaß der Zerstörungen in der Silvesternacht am Altenessener Markt zeigen. Eines der Videos auf YouTube zeigt, wie die Personen wie wild randalieren und eine totale Verwüstung zurücklassen. Mitten auf der Straße liegen brennende Mülltonnen sowie Werbetafeln. Feuerwerks-Raketen fliegen quer durch die Luft und alle paar Sekunden sind laute Explosionen zu hören.

Zwar galt in Essen - wie in ganz Deutschland - ein Verkaufsverbot von Böllern,* das Anzünden selbst war jedoch nicht verboten. Von ein paar Raketen steigen lassen konnte in Altenessen jedoch nicht die Rede sein. Das Video wurde unter anderem mit Begriffen wie „Krieg“, „Straßenschlacht“ und „Explosion“ im Titel online gestellt. „Sorry Verbot hin oder her, wenn dein Böller knallt und anschließend brennt wie ein Molotow-Cocktail, dann hat das nichts mehr mit Silvester zu tun“, kommentierte einer der User bei YouTube.

Verwüstung in Essen: Mutmaßliche Täter möglicherweise auf dem Video zu sehen

Der Essener Polizei gelang es vier mutmaßliche Täter festzuhalten - nachdem ihre Personalien festgehalten waren, wurden sie jedoch entlassen. Wie die Ermittler mitteilen, seien auf dem Video aber auch einige Personen zu sehen, die im Verdacht stehen, an den Ausschreitungen am Altenessener Markt beteiligt gewesen zu sein.

„Es ist auch nicht auszuschließen, dass Passanten oder Schaulustige ebenfalls Fotos oder Videos der Tat gemacht haben“, heißt es von der Polizei weiter.

Video: 24-Jähriger stirbt: Unfall mit selbst gebauter Pyrotechnik

Nach Ausschreitungen in der Silvesternacht: Polizei sucht Zeugen und weitere Videos

Die Polizei Essen sucht deshalb dringend Zeugen, die Hinweise auf die Identitäten der Personen auf den Videos geben können. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0201/829-0 bei der Kriminalpolizei zu melden. Außerdem prüft die Polizei die Aktivierung eines Servers, auf dem Zeugen die Möglichkeit haben, tatrelevante Videos und Fotos hochzuladen. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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