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Die Polizei hat in einer Essener Wohnung ein totes Kleinkind gefunden.

Polizei

Zweijähriger stirbt an Hitzeschock - in dieser Woche hätte die Familie Hilfe erhalten sollen

Der 31 Jahre alte Vater sitzt weiter wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Er soll den Jungen 17 bis 18 Stunden lang nicht versorgt haben.

Update, 29. Juli:

Im Fall des gestorbenen Zweijährigen in Essen hat das Jugendamt neue Details über die Familie veröffentlicht. Zum 1. August sollten Sozialpädagogen die Eltern von drei Kindern täglich zu Hause unterstützen. Die Familie aus Essen hätte intensivere Hilfe bei der Erziehung und Förderung der Kinder benötigt, teilte die Stadt am Montag mit. Die Eltern sollten mit den Pädagogen einen kindgerechten Umgang erlernen. Betreut wurde die Familie bereits seit Ende des vergangenen Jahres.

Der 31 Jahre alte Vater sitzt weiter wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft hatte er den Jungen mindestens 17 bis 18 Stunden nicht versorgt. Für das Kind sei die Zimmertür verschlossen gewesen. Der Polizei zufolge wird dem Vater vorgeworfen, sein Kind verdurstet haben zu lassen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft äußerte sich der Vater nicht zu den Gründen, weshalb er das Kind eingesperrt hatte. Die Mutter sei zu dieser Zeit nicht in Essen gewesen. Gegen sie ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Totschlags durch Unterlassen.

Der Vater ist für die Polizei in Essen kein Unbekannter

Zudem war der Vater kein Unbekannter: Wie die Polizei mitteilte, war der Mann schon wegen Kleinkriminalität polizeibekannt. Die Polizei beginne nun mit der Ermittlungsarbeit und befrage Zeugen. Bis zum Ende der Ermittlungen bleiben die 1 und 4 Jahre alten Geschwister des gestorbenen Jungen in der Obhut einer Pflegefamilie.

Am Samstagmorgen hatte ein Zeuge die Polizei über den leblosen Jungen in der Wohnung informiert. Die Beamten fanden das Kind dort tot vor. Gegen den Vater wurde ein Haftbefehl erlassen. Auch die Mutter wurde zunächst festgenommen, wenig später aber freigelassen, da sich der Verdacht gegen den Vater erhärtet hatte. Die Obduktion des Kleinkinds habe ergeben, "dass das Kind aufgrund eines Kreislaufversagens in Folge eines Hitzeschocks verstorben ist", teilte die Polizei mit.

dpa

Das war der bisherige Stand:

Schreckliche Entdeckung in einer Essener Wohnung: Ein zwei Jahre alter Junge wurde am Samstag von der Polizei tot gefunden. Die Beamten nahmen den Vater vorläufig fest. Gegen den 31 Jahre alten Mann sei ein Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Mutter wurde wieder freigelassen

Dem Vater werde vorgeworfen, seinen Sohn verdursten lassen zu haben. Die Obduktion des Kleinkinds habe ergeben, "dass das Kind aufgrund eines Kreislaufversagens in Folge eines Hitzeschocks verstorben ist", teilte die Polizei mit. Zudem habe es deutliche Anzeichen einer stark mangelnden Flüssigkeitszufuhr gezeigt.

Wie die Polizei berichtet, war sie am Samstagmorgen über den leblosen Jungen informiert worden. Die 21 Jahre alte Mutter sei zunächst ebenfalls festgenommen, aber später wieder freigelassen worden. Der Verdacht habe sich gegen den Vater erhärtet, sagte der Sprecher am Sonntag. 

Details zu den Hintergründen machte die Polizei am Sonntag zunächst nicht. Die Ermittlungen dauerten an.

Eine Frau blickte in Gladbeck nur aus dem Autofenster - und musste anschließend die Polizei alarmieren. 

In Essen stritten ein Mann und seine Frau heftig - dann kam es zu einer üblen Aktion

dpa

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