Evangelischer Kirchentag

Kirchentag 2019: Eröffnungsgottesdienst am Ostentor, Finale in Stadion und Westfalenpark

Der Evangelische Kirchentag vom 19. bis 23. Juni 2019 nimmt Formen an. Am Eröffnungstag wird er mit Gottesdiensten und dem "Abend der Begegnung" einen Großteil der City in Beschlag nehmen.

Ganz Dortmund wird Kirchentag, verkündete der Planungsstab des Evangelischen Kirchentages gestern nach einem Gespräch mit der Stadtspitze. Und das kann man durchaus wörtlich nehmen. Denn die rund 2000 Veranstaltungen zwischen dem 19. und 23. Juni nächsten Jahres verteilen sich auf 200 Bühnen und Orte im gesamten Stadtgebiet. In 40 Kirchen und Gemeindehäusern wird es Veranstaltungen geben.

Nach dem Kirchentag 2017 in Berlin, bei der die gut 100.000 Kirchentagsbesucher nur sporadisch zu spüren waren, freue man sich "auf eine schöne und dichte Atmosphäre in Dortmund", erklärte Kirchentags-Organisationschef Carsten Kranz am Dienstag. Das wird vor allem am Eröffnungstag, dem 19. Juni, spürbar sein, wenn fast die gesamte City zum "Kirchentags-Areal" wird - sogar ein Teil des Wallrings, der dafür zwischen dem 16. und 20. Juni zeitweise gesperrt wird.

Eröffnungsgottesdienst am Ostentor

Denn einer der Eröffnungsgottesdienste findet auf der Kreuzung Ostentor statt. Auf dem Ostwall, dem Schwanenwall und dem Brüderweg ist dann vor einer großen Bühne Platz für 50.000 Menschen. Weitere 30.000 Besucher können an Gottesdiensten auf dem Hansaplatz und dem Friedensplatz teilnehmen.

Zum anschließenden "Abend der Begegnung" werden dann sogar bis zu 200.000 Besucher erwartet. Die Bühnen und Stände, an denen sich vor allem die westfälische Landeskirche mit ihren Kirchenkreisen als Gastgeber präsentiert, verteilen sich schwerpunktmäßig auf den südöstlichen Teil der City mit dem Stadtgarten und dem Ostwall-Quartier. Auf zehn Bühnen werden zahlreiche Konzerte geboten.

Westfalenhallen, Nordstadt und City sind Schwerpunkte

An den drei Hauptveranstaltungstagen von Donnerstag bis Samstag gibt es dann drei örtliche Schwerpunkte: Große Forums-Veranstaltungen, Bibelstunden und der Markt der Möglichkeiten finden in den Westfalenhallen statt. Wobei dort die Kapazität der Messehallen noch um Großzelte auf den Parkplätzen und das Eissportzentrum erweitert wird. Es wird zum Zentrum Sport.

In der Nordstadt hat die Jugend das Wort: Das Dietrich-Keuning-Haus wird zum Zentrum für Kinder, der Fredenbaum-Festplatz an der Eberstraße zum Zentrum für Jugendliche, kündigt Carsten Kranz an.

Er hofft, dass das Programm dort auch von vielen Kindern und Jugendlichen aus Dortmund genutzt wird. Immerhin haben die am Mittwoch und Freitag rund um den Fronleichnams-Feiertag schulfrei. Denn 130 Schulen im gesamten Stadtgebiet werden als Schlafstätten für mehrere zehntausend Kirchentagsgäste genutzt. Die Organisatoren sind noch unterwegs, um allen betroffenen Schulen einen Besuch abzustatten, berichtete Kirchentags-Finanzchef Stephan Menzel.

St. Reinoldi wird zur "Wunderkirche"

Dritter örtlicher Schwerpunkt des Kirchentages ist die City, die fast komplett "bespielt" wird. Das Theater mit Opern- und Schauspielhaus und das Konzerthaus öffnen ebenso ihre Türen wie die Kirchen. Die Stadtkirche St. Reinoldi wird zur "Wunderkirche". Hier können Besucher zu jeder Tageszeit kleine Überraschungen erleben, kündigen die Kirchentagsplaner an. Außerhalb der City werden auch die Dasa in Dorstfeld, das Depot in der Nordstadt und das FZW an der Ritterstraße genutzt.

Der Kirchentag wird damit eine Herausforderung für DSW21 als Verkehrsunternehmen. Denn der Großteil der Besucher wird mit Bus und Bahn unterwegs sein. Mit dem Kirchentagsticket kann man die öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Ruhrgebiet und weiten Teilen Westfalens nutzen. Deshalb hoffe man auch auf viele Tagesbesucher aus der Region, erklärt Kranz.

Schlussgottesdienst in Stadion und Westfalenpark

Der Schlussgottesdienst am Sonntag (23.6.) findet ausnahmsweise nicht an einem, sondern an zwei Orten statt. Denn der schon im Sommer als Schauplatz für das Kirchentags-Finale ausgewählte Signal Iduna Park ist zwar Deutschlands größtes Fußballstadion, bietet aber für die erwarteten 100.000 Besucher nicht genug Platz.

Deshalb findet ein zweiter Gottesdienst auf der Seebühne im Westfalenpark statt. Davor ist Platz für 30.000 Besucher, erklärt Carsten Kranz. Sie können dort einen eigenständigen Schlussgottesdienst feiern, nur die Rede des Kirchentagspräsidenten Hans Leyendecker wird per Leinwand aus dem Stadion übertragen.

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