Evangelischer Kirchentag

Ohne freiwillige Helfer läuft beim Kirchentag nichts

Mit einer Werbeaktion vor St. Reinoldi suchen Kirchentag, Kirchenkreis und Freiwilligenagentur nach freiwilligen Helfern für den Evangelischen Kirchentag vom 19. bis 23. Juni in Dortmund.

"Ich helfe", steht auf den Tüchern. Sie sind das Kennzeichen der vielen freiwilligen Helfer, die bei Kirchentagen im Einsatz sind.

Das Problem ist: Für den Dortmunder Kirchentag vom 19. bis 23. Juni gibt es noch zu wenige Trägerinnen und Träger der Tücher. 5000 sind nötig, 3000 fehlen noch. Deshalb hat der Kirchentag jetzt mit dem evangelischen Kirchenkreis und der Dortmunder Freiwilligenagentur eine Werbeaktion gestartet. Eine Kirchentagsbude vor der Reinoldikirche und das Reinoldiforum am Kirchturm fungieren als Anlaufstationen.

"Ohne die Helfer geht es nicht", sagt Kirchentags-Sprecher Stephan von Kolson. Die Freiwilligen sind als Ordner an den Veranstaltungsorten im Einsatz, sind Wegweiser für Besucher, übernehmen Fahr- und Botendienste, betreuen internationale Gäste und bauen auch die berühmten Pappkartons zusammen, auf denen die Kirchentagsbesucher sitzen.

Rainer Buse war beim Kirchentag 2017 im Berlin unter anderem zuständig für das Leihgeschirr, das am Abend der Begegnung, wenn in der Regel bis zu 200.000 Menschen die Eröffnung des Kirchentages feiern. Der 63-jährige Dortmunder ist schon seit dem Ruhrgebiets-Kirchentag 1991 als freiwilliger Helfer im Einsatz. "Selbst die hauptamtlichen Mitarbeiter des Kirchentags profitieren von der Erfahrung der Ehrenamtlichen", stellt er fest.

Kirchentag stellt Unterkunft und Verpflegung

Zu den besonderen Erlebnissen gehört die Gemeinschaft mit vielen anderen Helfern aus ganz Deutschland. Der Kirchentag sorgt für die kostenlose Unterkunft der Ehrenamtlichen in Schulen und die Verpflegung. Die Helfer können Bus und Bahn kostenlos nutzen und haben Zugang zu allen Veranstaltungen. Und nach einem Acht-Stunden-Einsatz bleibt auch noch genug Zeit, selbst den Kirchentag zu erleben, verspricht Till Strang vom Helferdienst des Kirchentags.

Er sammelt mit seinem Team in der Geschäftsstelle des Kirchentages die Meldungen von Freiwilligen - und das noch bis zum 10. März. "Danach beginnt die Einsatzplanung", erklärt er. Man versuche dabei, die Wünsche der Freiwilligen zu erfüllen - "und das braucht Zeit."

Die Hoffnung ist, dass sich in den nächsten drei Wochen noch reichlich Helfer, ob allein oder in Gruppen, melden. Die Resonanz an der Kirchentagsbude vor St. Reinoldi ist gut, berichtet Dörte Pfau-Haarmann, die Freiwilligen-Beauftragte des Kirchenkreises. Wenn die Bude nicht geöffnet ist, gibt es Ansprechpartner im Reinoldiforum. Und auch die Freiwilligenagentur Dortmund ist mit im Boot.

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