Eventuell Zeugenaussage

Mögliche Wende im Prozess gegen Abu Walaa?

GELSENKIRCHEN / CELLE - Im Prozess gegen den mutmaßlichen Deutschlandchef der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Walaa, will ein mutmaßlicher Belastungszeuge aus Gelsenkirchen seinem Anwalt zufolge nun doch aussagen.

Zuletzt hatte der Mann, der bei dem Attentat auf den Essener Sikh-Tempel beteiligt war, vor dem Oberlandesgericht Celle noch überraschend einen Rückzieher gemacht. "Mein Mandant ist bereit, auszusagen", sagte Anwalt Burkhard Benecken der "Braunschweiger Zeitung" (Samstagausgabe). Das Oberlandesgericht in Celle bestätigte, es habe den Gelsenkirchener daher nun für Anfang Dezember geladen.

In dem IS-Prozess hatte er Abu Walaa und seine vier Helfer aus der Haft heraus stark belastet. Sie seien verantwortlich für seine Radikalisierung gewesen. Zusammen mit vier anderen Angeklagten steht Abu Walaa wegen Unterstützung der Dschihadisten und Mitgliedschaft in der Terrormiliz vor Gericht. Sie sollen junge Menschen im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim radikalisiert und in IS-Kampfgebiete geschickt haben. Der Prozess lief bisher schleppend - unter anderem, weil sich etliche Angaben in dem Verfahren als wackelig erwiesen.

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen (dpa-Zentralbild)

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