Ex-BVB-Spieler

Juristischer Streit um angeblich zugemülltes Haus: Post aus Barcelona - Dembélé lebt

DORTMUND - Der Streit des früheren BVB-Spielers Ousmane Dembélé mit seinem ehemaligen Vermieter geht in die nächste Runde, es kommt zu einem Prozess. Erscheinen muss der Kicker in Dortmund aber nicht.

Wenn man diese Geschichte nüchtern betrachtet, ist sie schnell erklärt: Ein Mensch mietet eine Haus und zieht dann nach einer Zeit wieder aus. Der Vermieter ist mit dem Zustand des Hauses nicht einverstanden, auch hat er seine Schlüssel nicht zurückbekommen und muss aufräumen und renovieren und will dann Geld sehen.

Solche Sachen passieren in Deutschland im Jahr bestimmt tausendfach, werden vor den Amtsgerichten verhandelt und sind daher in der Regel nicht unbedingt Thema. Hier aber heißt der Mann, der das Haus mietete, Ousmane Dembélé. Weil er offenbar sehr gut Fußball spielen kann, ist er ein Thema. Und das er vermutlich nicht so gut aufräumen kann, wird jetzt eben auch wieder ein Thema.

Dortmund, die Stadt der verstoßenen Liebhaber

Eigentlich schien schon alles klar zu sein: Dembélé wechselte Ende August 2017 von Borussia Dortmund zum FC Barcelona. Die Wechselumstände waren, gelinde gesagt, speziell. Der Stürmer blieb, um den Vereinswechsel durchzusetzen, dem Training in Dortmund fern, was seine zuvor durch das Kicken erworbenen Sympathiewerte in Dortmund deutlichst schmälerte. Als verstoßener Liebhaber fühlt sich niemand wohl in seiner Haut.

Dembélé verließ die Stadt, wechselte zu seinem Herzensverein, wurde dort, wie man auch als Sport-Laie hört, aber offenbar nicht glücklich. Definitiv nicht glücklich meldete sich dann im November 2018 der ehemalige Vermieter von Dembélés Haus in Dortmund über die Bild-Zeitung zu Wort. Der Spieler hatte, so sah das der Vermieter, nicht nur gestreikt, sondern auch nicht aufgeräumt. Der Vermieter habe das Haus aufräumen, sanieren und die Schließanlage austauschen müssen.

Hässliche Bilder und eine Klage

Dazu gab es noch ein paar Bilder sowie eine Klage: Über 20.000 Euro wollte der Mann zurückerstattet bekommen. Dembélé schien das nicht weiter zu jucken, man kann das auch nachvollziehen, er verdient ja vermutlich genug, jedenfalls meldete er sich nicht.

Woraufhin das Amtsgericht Dortmund Anfang Dezember 2018 ein sogenanntes Versäumnisurteil erließ: 20.725,76 Euro (nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 11.10.2018) müsse der Kicker zahlen. Rechtskräftig sei das Urteil aber erst, wenn Dembélé bis Mitte Januar keinen Einspruch einlegen würde.

Wider Erwarten wurde Einspruch eingelegt

So, dachte man im Dezember, sei die Geschichte jetzt zu Ende. Aber jetzt, an einem regnerischen Freitagabend in der ersten Januarwoche des Jahres 2019, schickt das Amtsgericht Dortmund eine Mitteilung heraus, derzufolge das Verfahren eben noch nicht beendet ist.

Dembélé hat wider Erwarten Einspruch eingelegt und jetzt kommt es wegen des Zustands eines Hauses in Dortmund am 25. Februar 2018 um 11 Uhr in Saal 1104 im Amtsgericht Dortmund zu einer mündlichen Verhandlung.

"Mit einem Erscheinen (...) ist nicht zu rechnen"

Dembélé muss persönlich nicht erscheinen, das weiß auch das Gericht, das in seiner Mitteilung schreibt: "Mit einem Erscheinen des Beklagten ist demnach nicht zu rechnen." Vertreten wird er durch einen Anwalt aus Frankfurt und vielleicht ist diese Geschichte dann Ende Februar endlich vorbei.

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