Fast 700 Einsätze

Sturm "Friederike" hinterlässt viele Schäden in Dortmund

Dortmund - Orkan "Friederike" ist am Donnerstag über Dortmund hinweggezogen - und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Seine Bilanz: sechs verletzte Menschen, zahlreiche umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer und zerstörte Autos. Die Feuerwehr zählte rund 700 Einsätze. Einer der sechs Leichtverletzten hatte großes Glück.

230 Feuerwehrleute waren den gesamten Tag in Dortmund unterwegs, um sich vor allem um umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer zu kümmern.Gerade zum Höhepunkt zwischen 11 und 14 Uhr gingen minütlich Notrufe ein, sodass die Notruf-Nummern überlastet waren.

Es wird hingegen noch bis Freitag dauern, bis die Feuerwehr letzten der 139 noch offenen Einsätze (Stand: Donnerstag, 18 Uhr) abgearbeitet hat. Das Gröbste sei aber weg, sagte Feuerwehrsprecher Andreas Pisarski. Insgesamt steht die Feuerwehr jetzt bei 693 Einsätzen. Zum Vergleich: Beim Orkan Kyrill vor elf Jahren waren es 1087 Einsätze am Ende des ersten Tages gewesen.

Insgesamt wurden durch Sturmschäden sechs Menschen leicht verletzt - auch ein Höchstener, der von einem umstürzenden Baum eingeklemmt wurde. In der Hörder Hermannstraße wurde ein Tankstellendach zerstört, daraufhin war eine Giebelwand einsturzgefährdet.

"Friederike" brachte nicht das gesamte Leben in der Stadt zum Stillstand, aber es gab deutliche Beeinträchtigungen. So fielen sämtliche VHS-Kurse aus und auch der für Donnerstag angesetzte Reinoldustag wurde abgesagt. Zeitweise war der Westenhellweg zwischen Appelrath und Cüpper und McDonalds gesperrt, wahrscheinlich wegen der Gefahr durch herabfallende Teile. Die Rolltreppen in der Thier-Galerie liefen nicht, da der Stromanbieter Probleme wegen des Sturms hatte. Eltern stand frei, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken.

Einschränkungen merkten vor allem diejenigen, die auf die Bahn angewiesen waren. Weil der gesamte Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen eingestellt wurde, war es voll in der Bahnhofshalle am Dortmunder Hauptbahnhof. Da die Sperrung bis 3 Uhr Freitagnacht gilt, bekommen Reisende Taxigutscheine, gestrandete Fernreisende Hotelgutscheine. Und auch das Bahnhofsgebäude wurde beim Sturm in Mitleidenschaft gezogen: Wegen loser Teile am Vordach des Nordeingangs war dieser zeitweise gesperrt.

Wie groß der Schäden insgesamt ist, lässt sich noch nicht beziffern. Der Zoo bleibt auch am Freitag wegen Aufräumarbeiten geschlossen. Parks, Friedhöfe und Wälder werden am Freitag nach Fallholz untersucht, solange sollten diese gemieden werden.

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