Das AOK-Gebäude am Königswall wird saniert.
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Das AOK-Gebäude am Königswall wird saniert.

Für fast zehn Millionen Euro

Stadt saniert ehemaliges AOK-Gebäude von 1931

DORTMUND - Es steht nicht unter Denkmalschutz, aber ist durchaus denkmalwürdig: Das ehemalige AOK-Gebäude am Königswall war so etwas wie eine Wellness-Anstalt und ein Ärztehaus, wurde aber über die Jahrzehnte immer mehr zum nüchternen Bürogebäude. Nun will die Stadt es wieder zum Schmuckstück machen.

Ein gut sichtbares Bauschild am Königswall 25-27 weist auf die anstehende Sanierung hin. 81 Jahre lang diente der Monumentalbau der AOK Westfalen-Lippe als Hauptgeschäftsstelle, bevor er aus dem Erbbauvertrag heraus wieder zurück an die Stadt fiel. Seither wurde er nur von der Stadtverwaltung genutzt.

Schadstoffsanierung

Nachdem der Rat beschlossen hatte, das Gebäude im städtischen Besitz zu behalten, erhielt die Immobilienwirtschaft der Stadt im Oktober 2013 den Auftrag, die Wiederbelebung des Hauses zu planen.

Dazu startete jetzt als erster Schritt die Schadstoffsanierung. Zunächst werden alte Heizkörper, Rohrleitungen und Verkabelungen demontiert. Vorausgesetzt der Rat folgt den Empfehlungen der Verwaltung, kann im Herbst die Betonsanierung beginnen. Ende 2016 soll das Haus wieder in altem Glanz erstrahlen. „Das ist sportlich und ambitioniert“, weiß Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der über den Ablauf der Baumaßnahmen informierte.

Genutzt werden soll es unter anderem vom Studieninstitut Ruhr. Dafür werden die ehemaligen Kassenhallen im Erdgeschoss zu Seminarräumen umgebaut. Angepasst an den Bedarf weiterer künftiger Nutzer – unter anderem voraussichtlich das Rechnungsprüfungsamt – werden vorhandene Büroeinheiten umgestaltet.

Lichthof im Erdgeschoss

Darüber hinaus werden die komplette Haustechnik erneuert, Brandschutzanforderungen umgesetzt und ein neues Glasdach eingezogen. Historische Elemente des Gebäudes wie der Treppenhausturm und der Lichthof im Erdgeschoss entstehen neu.

Kosten der Gesamtmaßnahme: 9,7 Millionen Euro. OB Sierau vor dem Hintergrund der städtebaulichen Entwicklung rund um den U-Turm: „Wir halten das für gut investiertes Geld.“

Das Studieninstitut Ruhr für kommunale Verwaltung ist eine Aus-, Weiter- und Fortbildungseinrichtung, die die Stadt Dortmund mit sechs anderen Städten als Gesellschafter betreibt. Zurzeit residiert sie gegenüber dem AOK-Gebäude am Königswall. Einen weiteren Standort gibt es in Bochum. Nach dem Umzug werden beide Standorte in Dortmund zusammengelegt.

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