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Zu Beginn der Sommerferien wird es am Freitag wieder voll auf den Straßen in NRW.

Sommerferien

Freitag rollt in NRW der Reiseverkehr – wichtige Tipps für Autofahrer

Am Freitag beginnen in NRW die Sommerferien und es wird voll auf den Autobahnen. Wir haben wichtige Tipps zu Mautgebühren, zum Tanken und zu Bußgeldern im Ausland.

Wer einmal im Ausland geblitzt worden ist, der weiß, dass die Höhe der Bußgelder in Deutschland vergleichsweise moderat ist. Autofahrer, die zum Beispiel in der Schweiz außerorts zwischen 15 und 20 Kilometer pro Stunde zu schnell sind, sind mindestens 160 Euro los, Schweden fordert noch einmal 70 Euro mehr.

Zum Vergleich: In Deutschland sind es „nur“ 35 Euro. In Italien sollten Urlauber auch aufpassen, dass sie kein Bußgeld erhalten, weil sie in eine sogenannte „zona traffico limitato“ gefahren sind. Das ist eine Verkehrszone im Innenstadtbereich, oftmals in historischen Altstädten. Hier droht ein Bußgeld von mindestens 80 Euro.

Bußgelder für Verkehrsdelikte im Ländervergleich.
  • In Tirol nicht auf Bundesstraßen ausweichen Ungemütlich kann für viele Urlauber auch die Durchfahrt durch Tirol werden. Denn das österreichische Bundesland hat seit dem 22. Juni Bundesstraßen entlang der Inntal- und Brennerautobahn für den überregionalen Durchgangsverkehr gesperrt. Konkret: Wer etwa in Richtung Italien unterwegs ist, kann bei Stau nicht mehr auf Landstraßen ausweichen. Von dem Verbot betroffen sind die Ausfahrten zwischen Hall in Tirol und Zirl auf der Inntalautobahn A12 sowie zwischen Gries am Brenner und Patsch auf der Brennerautobahn A13. Die Fahrverbote gelten an allen Wochenenden bis zum 14. September, jeweils von samstags, 7 Uhr, bis sonntags, 19 Uhr. Nicht betroffen ist, wer direkt nach Innsbruck oder in die umliegenden Dörfer möchte.
  • In neun EU-Ländern gilt eine Streckenmaut Als der EuGH Mitte Juni die geplante deutsche Pkw-Maut für rechtswidrig erklärte, dürften sich nicht nur im Land des Klägers, Österreich, sondern auch in anderen europäischen Staaten die Autofahrer gefreut haben. Denn sie können auch künftig gratis durch Deutschland rollen. Millionen Deutschen, die nach Frankreich oder Italien in den Urlaub fahren, kommen derweil nicht um Mautgebühren herum. Insgesamt gilt in neun EU-Ländern eine streckenbezogene Maut. Kilometerabhängig zahlen müssen Autofahrer unter anderem in Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien. Eine Vignettenpflicht auf Autobahnen besteht in Österreich, der Schweiz oder Tschechien. In der Schweiz kostet die Jahres-Vignette 36,50 Euro. In Österreich werden für die Zehn-Tages-Vignette derzeit 9,20 Euro fällig, für die Zwei-Monats-Vignette 26,80 Euro. In Österreich können sich Autofahrer seit 2017 statt der Klebe- auch für eine digitale Vignette entscheiden.
  • Extra-Gebühren für Tunnel und Pässe Einkalkulieren sollten Autofahrer in den beiden Ländern trotz Vignette aber Extra-Gebühren für Tunnel und Pässe. Wer zum Beispiel den Arlberg-Tunnel durchfahren möchte, zahlt weitere zehn Euro, für den Brenner-Pass sind es 9,50 Euro pro Fahrt. In der Schweiz werden unter anderem für den Tunnel Großer St. Bernhard Extra-Gebühren erhoben – eine einfache Fahrt kostet demnach 27,90 Euro, bei einer Hin- und Rückfahrt innerhalb von 30 Tagen sind es 43,10 Euro. Teuer wird es für diejenigen, die ohne oder mit einer falsch angebrachten Vignette unterwegs sind. In Österreich fällt dann eine Strafe ab 120 Euro an, in der Schweiz 190 Euro zuzüglich der Vignettenkosten.
  • In Österreich ist Sprit günstiger als hierzulande Die gute Nachricht für alle Autofahrer: Die Kraftstoffpreise an den Tankstellen bewegen sich derzeit nur geringfügig. Im Zuge der Spannungen am Persischen Golf gab es Ende Juni zwar einen Anstieg des Ölpreises, noch liegt er aber unter dem Ölpreis im Frühjahr. „Wir erwarten aufgrund der USA-Iran-Krise deshalb vorerst keine Auswirkungen bei den Spritpreisen“, sagt eine Sprecherin des ADAC. Grundsätzlich rät sie Autofahren, „am besten nicht morgens am Urlaubstag, sondern bereits am Abend davor und auch nicht an einer Autobahntankstelle zu tanken.“ Wer in Richtung Österreich unterwegs ist, tanke am besten auch dort. „Denn die Spritpreise liegen dort unter den deutschen und italienischen“, sagt die Sprecherin.

Adrian Terhorst

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