Festival

Das freie Theaterfestival "Favoriten" will mit 18 Programmpunkten begeistern

Dortmund - Alle zwei Jahre können Kunstinteressierte in Dortmund das Favoriten-Festival besuchen: In diesem Jahr läuft es vom 6. bis 16. September in der Nordstadt, im Unionviertel und in Huckarde.

Eineinhalb Jahre lang haben die Festivalleiterinnen Fanti Baum und Olivia Ebert Künstler gesucht. Gefunden haben sie 223 Menschen aus Deutschland und anderen Ländern. Neben klassischem Theater zeigen sie Performances, Musik und Tanz.

Insgesamt gibt es 18 künstlerische Produktionen zu erleben. Hier unsere vier Highlights:

Surround. Overhead Project ist eine akrobatische Choreografie mit einem schwebenden Turngerät, einem "Pauschenpferd".

Damit möchte Autor und Regisseur Tim Behren politische Machtstrukturen untersuchen. Denkanstöße habe er den in Kreisstrukturen aufgebauten Regierungsgebäuden mehrerer europäischer Länder abgewonnen - Kreise spielen auch in seinem Stück eine Rolle.

Zu sehen Freitag (7.9.) um 19 Uhr in der Alten Schmiede, Hülshof 32 in Huckarde.

Sonderbare Irre - See! ist eine Soloperformance des Schauspielers Frank Willens. Es geht um die Mediennutzung der heutigen Zeit: Instagram-Storys, Youtube-Tutorials und weitere digitale Bilderwelten. Das Stück fragt danach, was in den Sozialen Netzwerken ehrlich und authentisch ist - und was nur Pose.

Zu sehen am Samstag (8.9.) um 19 Uhr im Theater im Depot, Immermannstraße 29 in der nördlichen Innenstadt.

Ingolf wohnt ist ein einstündiger Film (Regie: Daniel Kötter) mit einer Art Live-Zugabe für jeweils nur fünf Zuschauer. Im Film äußert sich der ehemaligen DDR-Bürger Ingolf Haedicke (71) darüber, wie eine Oper aussehen sollte. Die Auffassung des Hauptdarstellers sei "unkonventionell", sagt Fanti Baum, mehr verrät sie nicht. Die Zugabe besteht daraus, dass fünf Zuschauer die original nachgebaute Wohnung des Hauptdarstellers betreten können. In der Wohnung sind die Zuschauer dazu eingeladen, sich in Haedickes Wohnung aufzuhalten. Dort können sie zum Beispiel auch Spaghetti kochen.

Zu sehen mehrfach, zum Beispiel am Sonntag (9.9.) um 12 Uhr, immer in der Halle des Depots, Immermannstraße 29.

Das Abschlusskonzert ist eine Kooperation des libanesischen Musikers Tarek Atoui und dem Dortmunder Zentrum für Gehörlosenkultur. Atoui stellt ein selbstentwickeltes Musikinstrument vor, das mit besonders tiefen Tönen auch für Gehörlose wahrnehmbar sein soll. Frage: "Wie nehmen wir Musik wahr, wenn unser Gehör versagt?"

Zu sehen am 16. September (Sonntag) um 17 Uhr in der Depot-Halle, Immermannstraße 29.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Zugverbindung Berlin - Recklinghausen kommt ab Montag - es gibt nur einen Haken
Zugverbindung Berlin - Recklinghausen kommt ab Montag - es gibt nur einen Haken
Neue Blitzersäule am Autobahnzubringer: Entscheidendes Detail fehlt aber noch 
Neue Blitzersäule am Autobahnzubringer: Entscheidendes Detail fehlt aber noch 
Hertener Stadtstreicher sitzt jetzt hinter Gittern - aber nicht wegen der grünen Flüssigkeit
Hertener Stadtstreicher sitzt jetzt hinter Gittern - aber nicht wegen der grünen Flüssigkeit
Drei Kinder legen Steine auf Schienen - die Bahn kann nicht mehr rechtzeitig stoppen
Drei Kinder legen Steine auf Schienen - die Bahn kann nicht mehr rechtzeitig stoppen
Heftiger Wetterumschwung zieht heran: Sturm, Schnee und spiegelglatte Straßen drohen
Heftiger Wetterumschwung zieht heran: Sturm, Schnee und spiegelglatte Straßen drohen

Kommentare