Festivals im Revierpark

In Wischlingen wird 2018 weniger gefeiert

WISCHLINGEN - Im Revierpark Wischlingen gibt es in diesem Jahr weniger Musik-Festivals als bislang. Die Stadt reagiert damit auf massive Beschwerden nach dem Out4Fame-Festival im vergangenen Jahr. Neben dem Hip-Hop-Festival wurde noch ein weiteres aus dem Terminplan gestrichen.

Die Stadt hat auf die vielen Beschwerden über das Out4Fame-Festival im Revierpark Wischlingen im vergangenen Jahr reagiert und - wie angekündigt - die Veranstaltungsplanung für 2018 angepasst. Es gibt in diesem Jahr weniger Musik-Festivals, die zum Teil früher enden.

Zudem soll die Verkehrsführung für Besucher verbessert werden. Das teilte die Stadt in einer Pressemitteilung mit.

Lärm und Parkprobleme

Nach dem Hip-Hop-Festival Out4Fame, das zum ersten Mal im Revierpark Wischlingen lief, hatte es im August massive Beschwerden von Anwohnern gegeben, unter anderem wegen zugeparkter Gehwege und Lärmbelästigung. Daraufhin hatte sich eine Bürgerinitiative gegründet.

Die Stadt hatte bereits im Oktober verkündet, dass das Out4Fame nicht noch einmal im Revierpark stattfinden wird und angekündigt, die Zahl der Veranstaltungstage im neuen Jahr zu reduzieren.

Vier statt sechs Termine

Man habe, sagt Umweltdezernent Ludger Wilde, die Beschwerden der Anwohner zum Anlass genommen, sinnvolle Maßnahmen für die Durchführung zukünftiger Veranstaltungen festzulegen. Konkret heißt das: Statt sechs gibt es in diesem Jahr vier Musik-Festivals, die an insgesamt 10 (statt 15) Tagen laufen.

Neben dem Out4Fame fällt das Rock?n?Tribute-Festival weg. Die übrigen Festivals, teilt die Stadt mit, seien alles Formate, die seit Jahren etabliert sind und bei denen bislang keine nennenswerten Probleme aufgetaucht seien. Das sind:

Ende eine Stunde früher

Pollerwiesen und Dortmund Olé enden nun eine Stunde früher um 22 Uhr. Das Oktoberfest und das Reggae-Festival laufen bis 24 Uhr. 2017 hatte das Reggae-Festival samstags erst um 2 Uhr geendet.

Stadträtin Birgit Zoerner spricht von einem tragfähigen Kompromiss zwischen den Anwohnerinteressen und einem attraktiven Eventangebot.

Bessere Beschilderung

Um den Verkehrsfluss zu verbessern und zugeparkte Gehwege zu verhindern, sollen mobile Sperren an den Veranstaltungstagen aufgestellt und temporär eine Einbahnstraße eingerichtet werden. Eine bessere Beschilderung und bessere Besucher-Infos über Anreiserouten und Parkmöglichkeiten sollen laut Stadt die Verkehrssituation ebenfalls entspannen.

Es gibt weiter Kritikpunkte

Klaus Keuntje ist Mitglied der Bürgerinitiative und Anwohner am Wischlinger Weg. Es sei gut, sagt er, dass die Stadt einsehe, dass etwas gemacht werden muss. Aber es gebe noch immer Kritikpunkte. Wenn die Veranstaltungen zum Beispiel um 22 Uhr enden, heiße das nicht, dass um 22 Uhr der Lärm vorbei ist. Gerade die Abreise sei oft sehr laut.

Zudem wünsche sich die Bürgerinitiative rechtzeitige und konkrete Informationen zu den Veranstaltungen und einen Ansprechpartner vor Ort, wenn die Festivals laufen. Die Stadt teilte auf Anfrage mit, dass es ein Gesprächsangebot an die Bürgerinitiative geben soll.

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