Feuerwehreinsatz in Obereving

Was sorgte für das Leck im Kesselwagen?

Eving - Die Feuerwehr ahnte Schlimmes, als sie am Mittwochvormittag zur Westfalenburg in Obereving ausrücken musste. Ein Rangierarbeiter hatte am Güterbahnhof eine Undichtigkeit an einem Kesselwagen entdeckt. Doch was das Leck verursacht hatte, konnte die Feuerwehr nicht sagen.

Aktualisierung, 12.10 Uhr: Entwarnung für Anwohner - Einsatz beendet

Bei dem Großeinsatz An der Westfalenburg in Obereving konnte die Feuerwehr um kurz nach 12 Uhr Entwarnung geben: Es bestehe keine Gefahr mehr, der Einsatz werde beendet.

Zuvor hatten Feuerwehrleute in Schutzkleidung den betroffenen Kesselwagen, der laut Transportpapieren Phenol geladen hatte, mit speziellen Messgeräten genau unter die Lupe genommen. Dabei habe man zwar eine kleine Pfütze entdeckt, doch ob diese mit der Chemikalie in Verbindung stand, konnte nicht mehr festgestellt werden, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Die Messungen hätten auf jeden Fall keine Hinweise darauf gegeben. Das Gebiet rund um den Kesselwagen hatte die Bahn während des Einsatzes abgesperrt.

Wo der Geruch, der zu dem Alarm führte, letztlich herkam, ließe sich nicht mehr feststellen.

Erstmeldung, 10.55 Uhr: Undichter Kesselwagen - 50 Einsatzkräfte in Obereving im Einsatz

Die Dortmunder Berufsfeuerwehr wurde gegen 8.50 Uhr alarmiert. Mit fast einem Dutzend Fahrzeugen machte sie sich auf den Weg, sodass die ersten der insgesamt 50 Einsatzkräfte bereits wenige Minuten später vor Ort waren. Dort stellten sie fest, dass es sich bei dem flüssigen Stoff in dem Kesselwagen wohl um Phenol handelt, eine giftige Chemikalie, die als Zwischenprodukt vor allem zur Kunststoff-Herstellung verwendet wird. Der 28-Jährige Rangiermeister, der den Geruch und das Leck bemerkt hatte, wurde vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht.

Ob und welche Gefahren bestehen, kann die Feuerwehr noch nicht sagen - dafür bedarf es noch weiterer Messungen. Danach wird entschieden, wie und mit welcher Schutzkleidung die Einsatzkräfte weiter vorgehen. Zu einer Evakuierung benachbarter Häuser kam es bislang nicht.

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