Feuerwerk zum Jahreswechsel

An diesen Orten in Dortmund gelten an Silvester Böller-Verbote

Dortmund - Partynacht mit Großeinsatz: Mit hohem Aufwand begleiten die Sicherheits-Behörden wieder den Jahreswechsel in Dortmund. Die Polizei kündigt konsequentes Einschreiten gegen aggressive Menschenmengen an Silvester an. Außerdem darf an bestimmten Orten in der City kein Feuerwerk gezündet werden. Wir zeigen sie.

Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Ordnungsamt dürfte an Silvester nicht zum Feiern zumute sein. Eine Extraschicht fährt auch die EDG. Nach den Straftaten in der Neujahrs-Nacht 2015/2016 in Köln und dem teilweise gefährlichen Umgang mit Pyrotechnik vor einem Jahr auf dem Platz von Leeds stocken die Sicherheits-Behörden ihr Personal deutlich auf.

Zwei Pyro-Verbotszonen an Silvester in der Innenstadt

Polizei und Ordnungsamt müssen Straftaten verhindern und die Pyrotechnik-Verbote in zwei großen Zonen der Innenstadt durchsetzen. Die Verbote gelten an allen Kirchen im gesamten Stadtgebiet, am Hauptbahnhof sowie auf ausgewählten Innenstadt-Plätzen (siehe Karte).

Vor einem Jahr hatten mehrere Personen in einer großen Menschenmenge am Platz von Leeds fahrlässig mit Pyrotechnik hantiert und Polizisten mit Böllern beworfen. Am Hauptbahnhof wurde ein Obdachloser verletzt. Das alles soll sich nicht wiederholen.

Fakenews nach angeblichem Anschlag auf Reinoldikirche

Eine Rakete hatte an der Ostseite der Reinoldikirche an einem Fangzaun einen Schmorbrand ausgelöst. Der Feuerwehreinsatz dauerte zwölf Minuten. Sachschaden: 250 Euro. Ausländische Fakenews-Produzenten konstruierten daraus einen terroristischen Angriff auf eine christliche Kirche und lösten damit im Internet viel Hass gegen Migranten und Bundeskanzlerin Angela Merkel aus.

Feuerwehr und Rettungsdienst stocken ihr Personal um etwa 80 Kräfte auf insgesamt 250 auf. In Alarmbereitschaft stehen 50 Ehrenamtliche der Freiwilligen Feuerwehren aus Aplerbeck, Lütgendortmund, Hombruch und Nette. Auch das Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariterbund und die Johanniter sind verstärkt im Einsatz.

Der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes, Dr. Hans Lemke, warnt vor den Gefahren: "Vor allem Kinder können die Explosionskräfte der Pyrotechnik nicht einschätzen." Eindeutig fällt der Auftrag für die Polizisten in der Silvesternacht aus: Sie sollen "dem Entstehen kritischer und aggressiver Menschenansammlungen entgegentreten und konsequent durchgreifen."

Hier weitere Fakten zur Silvesternacht 2017 / 2018 in Dortmund:

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