Förderprogramm des Landes

Viele Ideen für umweltfreundlicheren Verkehr in der Innenstadt

DORTMUND - Dortmund kann auf bis zu 10,4 Millionen Euro Fördermittel aus dem Landes-Programm "Emissionsfreie Innenstadt" hoffen. Das Land hat dafür am Freitag den Zuschlag erteilt. Ziel ist, schadstoffarmen Verkehr zu fördern. Und dafür gibt es reichlich Ideen, die Folgen für den Sadtverkehr haben werden.

Mehr tun gegen die Belastung mit Luftschadstoffen in der Innenstadt will die Stadt. Jetzt hat sie auf jeden Fall die finanziellen Mittel dazu. Denn sie gehört mit dem Projekt "Emissionsfreie Innenstadt" zu den Gewinnern des Wettbewerbs "Kommunaler Klimaschutz NRW". Bis zu 10,4 Millionen Euro Fördermittel könnte Dortmund für die Umsetzung der geplanten Projekte abschöpfen. Sie sollen nicht zuletzt helfen, drohende Diesel-Fahrverbote zu vermeiden, wie NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart am Freitag deutlich machte.

Stadtluft verbessern

Die Stadt freut es. "Mit den Fördermitteln können wir modellhafte, auch mutige Ideen umsetzen, die wir aus eigenen Mitteln nicht finanzieren könnten", erklärt Planungsdezernent Ludger Wilde. "Und wir können gemeinsam in der Stadt richtig etwas bewirken, um die Stadtluft und die Verkehrssituation für alle zu verbessern."

Vier Schwerpunktbereiche haben die Stadtplaner dabei ins Visier genommen: Neben der City und dem Wallring liegt ein Schwerpunkt auf den Verkehrsachsen, die in die City führen, und zwei Innenstadt-Quartieren - das Klinikviertel und das südliche Bornstraßen-Quartier. Dieser ganzheitliche Ansatz habe beim Fördergeber besonderen Anklang gefunden, heißt es.

Das Ziel des Projekts lässt sich am ehesten mit weniger Autos, mehr Fahrrädern und Elektromobilität zusammenfassen. So sollen für den Lieferverkehr verstärkt Elektromobilie zum Einsatz kommen. Überhaupt spielt die Förderung der Elektromobilität eine zentrale Rolle. Geplant sind dazu beispielsweise Schnell-Ladestationen für E-Fahrzeuge und E-Taxis am Hauptbahnhof.

Bessere Radwege am Wall

Ausgebaut werden sollen auch Park&Ride-Angebote zum Umstieg vom Auto auf die Bahn, Car-Sharing und Fahrradparken. Auf dem Wall soll ein durchgängiger, attraktiver Radweg entstehen. Nicht zuletzt soll Beschäftigten und Besuchern der City sowie Kindern in Schulen und Kitas vermittelt werden, wie man möglichst umweltfreundlich vorankommt.

Viel Zeit bleibt für die Realisierung der ehrgeizigen Ziele nicht. Ab Herbst nächsten Jahres müssen die Maßnahmen grundsätzlich gebaut beziehungsweise umgesetzt werden können. Denn dann beginnt der nur auf drei Jahre befristete Realisierungszeitraum für die Förderprojekte.

Förderanträge folgen

Die Stadt will die Ideen nun konkretisieren und bis Mitte 2018 die Förderanträge stellen. Realisiert werden können die Maßnahmen auch nur mit zusätzlichem Personal. Laufende Verfahren und Planungsaufträge sollen nicht leiden, verspricht die Verwaltung.

Begleitet werden alle Maßnahmen von einem Arbeitskreis, der bereits für den Masterplan Mobilität eingerichtet wurde. Auch dort spielt die Umsteuerung auf umweltfreundliche Verkehrsarten eine zentrale Rolle.

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