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Für dieses Foto hat Reinhart Hassel ein Lächeln aufgesetzt. Tatsächlich bereitet die Trockenheit dem Leiter des Regionalforstamts Ruhrgebiet große Sorgen.

Die Hitze

Förster im Ruhrgebiet in Sorge: Diese Baumart ist durch die Hitze besonders gefährdet

Zwei Jahre lang gab es im Ruhrgebiet zu wenig Regen. Nun leiden die Bäume im Revier sehr.

Wegen Trockenheit sterben im Ruhrgebiet immer mehr Buchen ab. „Die Bäume leiden sehr stark unter der aktuellen Hitze“, sagt der Leiter des Regionalforstamts Ruhrgebiet, Reinhart Hassel. „Überall verlieren die Buchen ihre Blätter, es gibt signifikante Absterbeerscheinungen im gesamten Ruhrgebiet.“

Anders als Eichen könnten Buchen keine zweite Generation an grünen Blättern bilden. Rund fünf Prozent der Buchen zeigten solche Trockenphänomene. Vor allem Bäume, die 100 Jahre und älter sind, seien betroffen. Jüngere Bäume stünden oft im Schatten der älteren und seien der Sonneneinstrahlung nicht so ausgesetzt.

Förster im Ruhrgebeit mit "ganz ganz großen Sorgen"

Mittlerweile könne man in jedem Buchenbestand absterbende Bäume sehen. „Das macht uns Förstern ganz, ganz große Sorgen“, so der Experte. Noch dramatischer sei die Lage in Ostwestfalen. „Dort sterben ganze Buchenbestände ab.“

Ursache sei ein relativ trockener Winter. „Im Boden ist ein gewaltiges Wasserdefizit.“ Im Frühjahr hätten viele Buchen ausgetrieben, ihre Blätter aber sofort wieder eingerollt wegen zu wenig Wasser. Bereits in den beiden Vorjahren sei wesentlich weniger Regen gefallen als im langjährigen Mittel. Hinzu gekommen sei die langanhaltende Hitzeperiode 2018.

dpa

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