Folge 11

Dortmund-Tatort: Neues Psychoduell mit Serienmörder

Dortmund - Am Sonntag, 4. Februar, ist wieder Tatort-Zeit mit dem Krimi aus Dortmund. Dieses Mal nicht nur mit der Wut von Kommissar Faber, sondern mit Tollwut und einem Teufelspakt. Auch zwei alte Bekannte tauchen wieder auf.

Dortmunder Tatortfans werden sich noch gut erinnern: an das Psychoduell zwischen Hauptkommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) und Markus Graf (Florian Bartholomäi), dem mutmaßlichen Mörder von Fabers Frau und Tochter. Unvergessen die Szene auf dem Flachdach des hohen braunen RAG-Gebäudes an der Hansastraße in der starken Episode "Auf ewig dein".

Dazu gibt es in der elften Folge, die am Sonntag (4. Februar, 20.15 Uhr im Ersten) ausgestrahlt wird, eine Neuauflage; denn Markus Graf ist in das Dortmunder Gefängnis verlegt worden, wo ein Häftling aus unerfindlichen Gründen plötzlich an Tollwut stirbt - eine filmisch toll gemachte dreieinhalbminütige "Ouvertüre" mit Krämpfen, Tobsucht und Schaum vorm Mund. Ist dieser Tod ein Zufall?

Unerwartete Wendung

Weil es ein "Tatort" ist, beantwortet sich diese Frage von selbst. Aber sonst gibt es eine unerwartete Wendung und die Aussicht auf einen Nachfolger für Kommissar Daniel Kossik (Stefan Konarske), der in der vorangegangenen Folge ausgeschieden und zum LKA nach Düsseldorf gewechselt ist. Um nicht zu spoilern, wird dazu an dieser Stelle nicht mehr verraten.

Neben Markus Graf trifft das geschrumpfte Ermittlerteam im Gefängnis auf einen weiteren alten Bekannten: den ehemaligen Gerichtsmediziner Jonas Zander (Thomas Arnold), der auch mit dem Tollwuterreger infiziert wurde und innerhalb weniger Tage dem Tod geweiht ist. Eine todtraurige Geschichte. Das hält aber Kommissar Faber nicht von seinen gewohnt zynischen Sprüchen ab, als er zum Beispiel gegen Zander ätzt: "Sind Sie nur mies drauf, oder sind das schon die ersten Symptome."

Faber schließt einen Teufelspakt

Wie schon in "Auf ewig dein" gerät Hartmann selbst an den Rand der Fassungslosigkeit, als ihm Serieenmörder und Gegenspieler Markus Graf im Knast einen Teufelspakt anbietet. Derweil droht ihm nach Daniel Kossik auch noch seine Kollegin Nora Dalay (Aylin Tezel) von der Fahne zu gehen und das Dortmunder Ermittlerteam ganz zu zerbrechen. Faber versucht zu retten, was kaum zu retten zu sein scheint: "Ich mache meine Arbeit, so wie ich sie machen muss. Ich brauche Sie", sagt er zur aufsässigen Dalay, die zickt:. "Ich brauche sie aber nicht." Dieser Zwist wirkt etwas angestrengt.

Auch der Zuschauer muss sich etwas anstrengen, um angesichts rätselhafter Vorgänge und einer Panik im Knast den Ermittlungsansätzen zu folgen, die sich bis kurz vor Schluss vor allem auf das Umfeld eines albanischen Clans konzentrieren.

Wenig Dortmunder Lokalkolorit

Dortmunder Lokalkolorit ist dabei dieses Mal wenig zu sehen. Der Film wurde zu großen Teilen in einem leer stehenden Magdeburger Gefängnis gedreht. Nur zwei Drehtage hat es in Dortmund gegeben, darunter eine Teambesprechung der Kommissare am Stadion Rote Erde.

Ursprünglich sollte "Tollwut" bereits im September gezeigt werden, doch dem Psychoduell war das TV-Duell vor der Bundestagswahl in die Quere gekommen.

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