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Die Schleuse Henrichenburg wird gesperrt. Hier ein Bild der Revisionsarbeiten im vergangenen Jahr.

Die Folgen sind beträchtlich

Schiffshebewerk: Warum die Schleuse wochenlang gesperrt wird

Waltrop - Die Schleuse Henrichenburg am Schiffshebewerk in Waltrop wird vom kommenden Samstag an (15. Juni) bis voraussichtlich 31. Juli gesperrt. Und auch danach ist über mehrere Wochen nur ein Not- statt eines 24-Stunden-Betriebes (Nacht-Schleusung) geplant. Damit ist die einzige Verbindung zum Dortmunder Hafen unterbrochen.

Rund 15 Binnenschiffe werden jeden Tag durch die Schleuse Henrichenburg gebracht. Wer hier vom Unter- ans Oberwasser geschleust wird, hat das Ziel Dortmunder Hafen, wo der Dortmund-Ems-Kanal endet.

Es waren Risse am Untertor aufgefallen

Die mehrwöchige Sperrung der Schleuse ist die zweite innerhalb eines Jahres. "Diesmal führen wir die Restarbeiten aus, die wir beim letzten Mal nicht machen konnten", sagt Bauingenieurin Sabine Kramer. Vor allem geht es darum, Korrussionsschutz am Obertor aufzubringen und elektrische Schütze instand zu setzen. Bei der letzten Revision waren Risse am Untertor aufgefallen, die zunächst geschweißt werden mussten. Das hatte eine lange Zeit in Anspruch genommen.

Auch nach dem voraussichtlichen Ende der erneuten Revision am 31. Juli wird der Schleusen-Betrieb noch lange nicht normal fortgeführt. Mehrere Wochen lang, sagt Sabine Kramer, werde es nur einen nächtlichen Not-Betrieb geben. Tagsüber wird die Elektrotechnik der Schleuse überarbeitet. "Deshalb kann nur nachts geschleust werden", erklärt die Ingenieurin.

Schleus-Vorgang dauert etwa 80 statt 40 Minuten

In Stein gemeißelt ist das derweil auch noch nicht. Treten größere Probleme auf, kann es sein, dass auch ein Nachtbetrieb nicht oder nicht im geplanten Umfang möglich ist. Denn geschleust werden muss dann "per Hand". Zwei Mitarbeiter würden 17 Meter unter der Erde in den Katakomben die Tore entriegeln und alles Weitere tun, was für einen Schleusvorgang nötig ist, erklärt Tobias Knopp vom Schifffahrtsbüro. Statt rund 40 Minuten nimmt eine Schleusung dann etwa 80 Minuten in Anspruch, statt 15 Schiffe können etwa noch acht geschleust werden. "Aber genau wissen wir das auch noch nicht", sagt Knopp.

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