Forsa-Umfrage

Dortmunder sehen Verkehr und Arbeitsmarkt in der Stadt als größte Probleme

Dortmund - Verkehrsprobleme und Arbeitsmarkt sind nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für RTL/n-tv die Hauptsorgen der Dortmunder. Zwiespältig fällt das Urteil über OB Sierau aus.

Wie zufrieden sind die Einwohner der 15 größten deutschen Städte mit ihren Stadtoberhäuptern? Das war eine der Fragen, denen das Meinungsforschungsinstitut Forsa für das RTL-Trendbarometer nachgegangen ist. Befragt wurden mehr als 9000 Bürger in 15 Städten, darunter rund 1000 in Dortmund.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau landet dabei im Mittelfeld: Laut Forsa sind 43 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden, 49 Prozent unzufrieden. Das ist Platz 8 auf der Zufriedenheits-Rangliste. Angeführt wird sie von Nürnbergs OB Ulrich Maly (72 Prozent Zufriedenheitsquote) und dem Münchener OB Dieter Reiter (60 Prozent). Sieraus Essener Amtskollege Thomas Kufen kommt mit 56 Prozent auf Rang 3. Am wenigsten zufrieden mit der Arbeit ihrer Stadtoberhäupter sind die Befragten in Bremen, Köln und Berlin.

Arbeitsmarkt spielt in Dortmund eine besondere Rolle

Auskunft gibt die Forsa-Umfrage auch über größten Probleme, die die Einwohner der Großstädte in ihrer Stadt sehen. Auffallend hier: In Dortmund spielt (ähnlich wie in Duisburg) die Lage auf dem Arbeitsmarkt eine große Rolle. Mehr als jeder vierte Befragte in Dortmund (genau 27 Prozent) sieht hier ein besonderes Problem. Im Durchschnitt der 15 beteiligte Städte sind es nur 4 Prozent.

Auch das Thema "Flüchtlinge/Ausländer" wird hier mit 25 Prozent gegenüber 11 Prozent im Städtedurchschnitt höher bewertet. Gleichzeitig sehen 15 Prozent der befragten Dortmunder Rechtsradikalismus/AfD als Problem. Im Durchschnitt der Städte sind es nur 5 Prozent.

Über den Städtedurchschnitt liegt Dortmund auch bei den Problemen Armut/soziales Gefälle (12 gegenüber 6 Prozent), soziale Brennpunkte (11 gegenüber 3 Prozent), Infrastruktur (10 gegenüber 5 Prozent) und Kriminalität (18 gegenüber 10 Prozent).

Verkehrsprobleme in anderen Städten noch größer

Als größtes Problem sehen die befragten Dortmunder mit 37 Prozent das Thema Verkehr. Sie liegen damit aber deutlich unter den Sorgen in anderen Städten. Denn im Durchschnitt der 15 Großstädte sehen 60 Prozent der Befragten die Verkehrsprobleme an erster Stelle.

Unter dem Durchschnitt liegen die Dortmunder auch bei den Problemfeldern Baustellen (8 gegenüber 14 Prozent), Wohnungsnot (18 statt 44), Umweltprobleme (11 statt 16) und Schule (8 statt 15). Kritik an Stadtverwaltung und Politikern spielt nur für 7 Prozent der befragten Dortmunder (im Städtedurchschnitt sind es 9 Prozent) eine besondere Rolle.

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