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Paula Becker (l.) und Sophia Tschierschke organisieren die Schülerdemo "Fridays for Future".

"Fridays for Future"

Zwei 13-Jährige planen Schülerstreik in Recklinghausen

RECKLINGHAUSEN - Unter dem Motto "Fridays for Future" finden seit Monaten in vielen Teilen der Welt Schülerstreiks statt. Sie lassen wir ihr schwedisches Vorbild Greta Thunberg (16) den Unterricht ausfallen, um für den Klimaschutz zu protestieren. Am Freitag, 15. März, 11 Uhr, soll es die erste Demo in Recklinghausen geben.

Organisiert wird diese von zwei 13-jährigen Schülerinnen: Paula Becker und Sophia Tschierschke gehen in die achte Klasse der Maristen-Realschule. Und sie wollen anderen Jugendlichen Beine machen. „Wir schwänzen nicht, wir streiken!“, stellt Paula klar. Sie will, dass sich auch hier junge Menschen künftig einmal im Monat für den Klimaschutz einsetzen. „Wir wollen Recklinghausen besser machen“, sagt Paula und Sophia ergänzt: „Das geht auch in vielen kleinen Schritten.“

„Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr uns die Zukunft klaut“ ist einer der Slogans, den die Jugendlichen bei ihrer Demo, die vom Hauptbahnhof durch die Altstadt zum Rathaus führen soll, rufen wollen. Im Sozialwissenschaftsunterricht haben die Realschülerinnen von den Schülerstreiks erfahren. „Für viele in unserem Alter ist Politik kein Thema“, weiß Paula. „Aber wie soll ich später meinen Kindern erklären, warum es keinen Schnee mehr gibt oder warum wir im Sommer im Haus sitzen, weil es draußen zu heiß ist?“

Mit gut ausgebauten Fahrradwegen könnten mehr Menschen zum Umsteigen bewegt werden, glauben die Schülerinnen. „Und warum gibt es in der Innenstadt keine sicheren Fahrradabstellplätze?“, fragt Sophia, die gerne „Nachhaltigkeit“ als Unterrichtsfach hätte. Bürgermeister Christoph Tesche könnte sich mehr einbringen, finden die 13-Jährigen. „Zum Beispiel dafür, dass das Kraftwerk Datteln 4 gar nicht erst ans Netz geht.“

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