Für Frühaufsteher

Totale Mondfinsternis am Montagmorgen

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Kreis RE - Bei klarem Himmel ist Montagmorgen eine totale Mondfinsternis zu sehen. Die Sternwarte Recklinghausen öffnet zur Beobachtung des Blutmondes.

Das Wetter muss mitspielen: Wenn der Himmel klar ist, können Frühaufsteher am Montagmorgen ein besonderes Ereignis erleben – eine totale Mondfinsternis. Dabei liegt der Mond von 5.41 Uhr an eine gute Stunde lang komplett im Kernschatten der Erde und ist rot bis rostbraun gefärbt zu sehen – der sogenannte Blutmond.

„Die Mondfinsternis entsteht, wenn Sonne, Erde und Mond eine Linie bilden. Dann tritt der Mond in den Schatten der Erde und erhält kein direktes Sonnenlicht“, erklärt Dr. Burkard Steinrücken, Leiter der Recklinghäuser Sternwarte.

Mond ist am Montag relativ groß zu sehen

Dass der Mond bei einer Finsternis überhaupt zu sehen ist, liegt an der Erdatmosphäre und deren Lichtstreuung sowie -filterung. „Das rote Licht geht hier durch – und so entsteht das Bild eines rötlich beleuchteten Vollmondes“, erläutert Steinrücken. „Das ist schon sehr schön: Durch die veränderte Beleuchtung erscheint der Mond, wenn man ihn mit einem Fernrohr oder -glas beobachtet, nicht nur in anderer Farbe, sondern auch kugeliger. Man erkennt seine runde Form besser. Sonst sieht der Vollmond wesentlich flächiger aus.“ Außerdem ist der Mond am Montag relativ groß zu sehen, weil seine Entfernung zur Erde zurzeit relativ gering ist.

Wer möchte, kann den Blutmond am kommenden Montag an der Recklinghäuser Sternwarte, Stadtgarten 6, beobachten. „Wir sind ab vier Uhr vor Ort – aber nur bei klarem Himmel, sonst haben wir geschlossen“, sagt Burkard Steinrücken. Zu sehen sind dann die verschiedenen Phasen der Mondfinsternis:

4.33 Uhr: Der Eintritt des Mondes in den Kernschatten beginnt. 5.41 Uhr: Der Mond ist vollständig im Kernschatten. 6.43 Uhr: Der Austritt des Mondes aus dem Kernschatten beginnt. .51 Uhr: Der Mond ist wieder vollständig aus dem Kernschatten heraus.

„Bei klarem Wetter ist die Mondfinsternis von der Sternwarte aus komplett zu sehen. Und natürlich erklären wir das Ereignis und beantworten Fragen der Besucher“, erläutert Burkard Steinrücken das Angebot bei freiem Eintritt.

Tipps: Fernrohr und dunkle Umgebung

Bei klarem Himmel kann man am Montagmorgen in unserer Region die totale Mondfinsternis beobachten – von der Recklinghäuser Sternwarte aus oder „überall dort, wo man den Mond sehen kann“, wie Dr. Burkard Steinrücken sagt. Der Leiter der Sternwarte gibt weitere Tipps:

-Ein kleines Fernrohr oder Fernglas ist zur Beobachtung nicht notwendig, aber hilfreich. -Die Blickrichtung ist Westen – zu Beginn der Mondfinsternis Südwesten, am Ende eher Nordwesten. -Als Standort zur Beobachtung ist eine möglichst dunkle Umgebung zu empfehlen, damit Lichteinflüsse nicht stören.

Eine Mondfinsternis gibt es häufiger – aber nicht immer ist sie in Deutschland zu sehen. Zwei richtig gut von Deutschland aus zu beobachtende, totale Mondfinsternisse werde es erst wieder Silvester 2028 und in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember 2029 geben, schreibt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. So ist der kommende Montagmorgen eine nicht alltägliche Gelegenheit – wenn das Wetter mitspielt. Doch hier sieht unser Wetter-Experte Dominik Jung „beste Aussichten“ für unsere Region. Dann muss nur noch das frühe Aufstehen gelingen.

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