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Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Kreis Recklinghausen.

Fünftes Jahr in Folge

Arbeitslosigkeit im Kreis RE sinkt weiter

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KREIS RE - Die Arbeitslosigkeit sinkt , die Zahl der Arbeitsplätze steigt: Für die Arbeitsagentur und die Hartz-IV-Behörde Jobcenter Kreis Recklinghausen war 2018 ein Jahr der positiven Bilanzen. Doch an Herausforderungen fehlt es weiterhin nicht.

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ist 2018 um durchschnittlich 8,9 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote erreichte im Dezember mit 8,5 Prozent einen Tiefstand. Gleichzeitig stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze um 4536 (2,8 Prozent) auf knapp 167.000 an. 44 Prozent dieses Zuwachses gehen allerdings auf das Konto von Teilzeitstellen. Trotz Zechenstilllegungen sei der Strukturwandel im Vest weit fortgeschritten, lautet das Fazit von Agenturchefin Anke Traber und Jobcenterleiter Dominik Schad. Beide rechnen auch 2019 mit einer Fortsetzung des positiven Trends.

Die Herausforderungen

Unterbschäftigung: Neben der offiziellen Arbeitslosen-Zahl sind weitere Menschen auf der Suche nach einem Arbeitsplatz. In der Rubrik "Unterbeschäftigung" werden die Männer und Frauen gezählt, die an einer Weiterbildung teilnehmen. Dazu gehören aber auch erwerbsfähige Hartz-IV-Empfänger über 58, Menschen in geförderten Arbeitsverhältnissen, Kurzarbeiter oder erkrankte Bezieher von Arbeitslosengeld. Würde man diese Menschen zu den gemeldeten Arbeitslosen hinzurechnen, läge die Arbeitslosenquote im Kreis Ende des Jahres bei 10,9 Prozent. Aber auch die Unterbeschäftigung sank im Vergleich zum Vorjahr – um 5,1 Prozent. Langzeitarbeitslosigkeit: 53 Prozent der Arbeitslosen – das sind 14.600 Menschen – sind länger als ein Jahr ohne Job. Obwohl auch die Langzeitarbeitslosigkeit zurückging (um 7,5 Prozent), wollen Arbeitsagentur und Jobcenter diese Problemgruppe besonders in den Blick nehmen und Betroffenen durch Qualifizierung einen Weg in Beschäftigung ermöglichen. Flüchtlinge: 4677 Flüchtlinge waren Ende 2018 als Arbeit suchend registriert. 90 Prozent von ihnen verfügen nach Einschätzung des Jobcenters über keine verwertbare oder anerkannte berufliche Qualifikation. Dem Jobcenter gelang es 2018 dennoch, mehr als 1300 Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren – 730 mehr als im Vorjahr. Fachkräftemangel: „Wo wir uns vor Jahren dringend mehr Stellen gewünscht haben, sind heute Besetzungsprobleme an der Tagesordnung“, sagt Agenturchefin Anke Traber. Gerade in der Pflegebranche und in vielen Handwerksberufen stelle der Fachkräftemangel Betriebsinhaber vor große Herausforderungen. 2018 hatte die Arbeitsagentur durchschnittlich 4600 offene Stellen im Bestand; 18,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

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