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16.02.2019, Nordrhein-Westfalen, Gelsenkirchen: Fußball: Bundesliga, FC Schalke 04 - SC Freiburg, 22. Spieltag in der Veltins Arena. Schiedsrichter Frank Willenborg (2.v.r) zeigt Suat Serdar (M) von Schalke die Rote Karte und diskutiert mit Schalkes Omar Mascarell (3.v.r) und Salif Sane (r, verdeckt). Foto: Ina Fassbender/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

Fußball-Magerkost gegen Freiburg

Schalke ist nur noch königsgrau

GELSENKIRCHEN - Das 0:0 gegen den SC Freiburg war eine echte Standort-Bestimmung: Schalke steht in der Tabelle genau da, wo diese Mannschaft hingehört.

Die nach jedem Heimspiel angestimmte Hymne „Königsblauer S04“ kann auch in „Königsgrauer S04 umgetextet werden. Ein Mutmacher für das Champions-League-Spiel gegen Manchester City am Mittwoch war das Duell mit dem Tabellen-Nachbarn jedenfalls nicht.

Mildernde Umstände bei der Beurteilung haben sich Schalkes Fußballer verdient, weil sie nach einem völlig zurecht mit der Roten Karte geahndeten Foul von Suat Serdar an Mike Frantz 50 Minuten lang in Unterzahl spielen mussten. Obwohl hinterher nicht unbedingt Einigkeit darüber herrschte, ob dieser Platzverweis Schalke tatsächlich geschadet habe.

In Unterzahl besser?

Während Mark Uth der Meinung war, „dass uns die Rote Karte den Stecker gezogen hat“, sah der später eingewechselte Guido Burgstaller den ideenlosen Kurzschluss der Kollegen in den ersten 40 Minuten: „In Unterzahl waren wir besser als vorher.“

Zumindest kämpferisch war Schalke mit einem Mann weniger kein Vorwurf mehr zu machen. Der eine Punkt wurde mit Mann und Maus verteidigt – den Rest erledigten Torhüter Ralf Fährmann, der zwei gute Freiburger Chancen entschärfte, und der Video-Assistent im „Kölner Keller“, der Schiedsrichter Frank Willenborg in der 81. Minute davon überzeugte, nach einem bereits als Elfmeter geahndeten Handspiel von Omar Mascarell noch einmal genau hinzuschauen. Willenborg nahm den Elfer-Pfiff darauf hin wieder zurück, was Freiburgs Trainer Christian Streich hinterher fast schon resignierend kommentierte: „Vielleicht wird der Fußball insgesamt ja ein bisschen gerechter, ich weiß es nicht. Aber ich bin altmodisch. Mein Spiel ist das nicht mehr.“

Obwohl es Anlässe genug gab, dürfen weder Diskussionen über den Schiedsrichter, den Video-Assistenten oder gar den Handspiel-Dschungel von der Schalker Leistung ablenken. Die war, egal ob in kompletter Besetzung oder Unterzahl, ein Beleg dafür, dass Schalke weder ein Torwart- noch ein Abwehr- oder Sturmproblem hat, sondern ganz eindeutig ein Defizit an Tempo im Mittelfeld.

„Das war einfach zu wenig“

Wäre es nicht ein wenig zu banal, müsste man angesichts der Trauerfeier für Rudi Assauer am Tag davor (die Kränze aus der Kirche wurden vor dem Spiel zur Tausend-Freunde-Mauer in der Veltins-Arena gebracht) von einem „Trauerspiel“ sprechen. Kreativer als das Schalker Mittelfeldspiel wäre diese Wort-Akrobatik dennoch – vom eigenen Sechzehner bis zum gegnerischen Strafraum zeigte Schalke auch gegen Freiburg einen Breitwand-Fußball, der eher an ein Kaugummi als an zielführendes Kombinationsspiel erinnerte. Quer, zurück, wieder quer und wieder zurück. Trainer Domenico Tedesco war demzufolge nicht nur gesundheitlich verschnupft: „Das war einfach zu wenig.“

Immerhin: Schalke hat einen Punkt auf die Abstiegsränge gutgemacht. So nüchtern muss man das sehen.

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