Fußball: Oberliga

Friers verkündet Ausstieg beim FC Brünninghausen

Dortmund - Klaus-Dieter Friers ist nicht mehr Geschäftsführer beim Fußball-Oberligisten FC Brünninghausen. Viele traf der Schritt des 59-Jährigen völlig unvorbereitet. Dabei war der Schritt von langer Hand geplant. Die Vereinsverantwortlichen jedenfalls waren in die Planungen des scheidenden Funktionärs eingeweiht.

Zum Abschied hätten sie ihm liebend gerne einen Sieg geschenkt. Doch ausgerechnet am letzten Arbeitstag von Klaus-Dieter Friers als Geschäftsführer Fußball beim FC Brünninghausen kassierten die Jungs von Trainer Alen Terzic gegen die Hammer SpVg. die erste Heimniederlage der laufenden Saison.

Abgang mitten in der Saison

Friers sagt am Hombruchsfeld Servus - mitten in der Saison und daher für viele völlig überraschend. Doch sein Abgang war von langer Hand geplant. "Alle wichtigen Personen im Verein waren seit Monaten darüber informiert, dass es diese Veränderung geben und es auf jeden Fall meine letzte Saison sein würde", klärt der 59-Jährige auf, "es war abgesprochen, dass ich den Zeitpunkt meines Ausscheidens selbst wählen konnte. Ich denke, das ist jetzt genau der richtige Moment."

Schritt für Schritt habe er sich daher aus dem aktuellen Geschäft zurückgezogen, die Sportliche Leitung an Andreas Kluy abgegeben, der seit Saisonbeginn, wie Friers sagt, "in dieser Funktion einen richtig guten Job macht". Auf den ehemaligen Spieler des FCB kommt nun noch mehr Verantwortung zu, wird sich dabei möglicherweise Unterstützung holen. "Die Kaderplanung für die Frühjahrsrunde hat noch nicht begonnen", so Friers, "von daher, denke ich, ist der Zeitpunkt dieses Wechsels gut gewählt."

Neue Struktur

Klaus-Dieter Friers wird dennoch nicht so einfach zu ersetzen sein. Er verlieh dem FC Brünninghausen in den knapp vier Jahren seiner Amtszeit im sportlichen Bereich eine neue Struktur und bildete auch mit Cheftrainer Alen Terzic und dessen Crew ein prima funktionierendes Team.

Erste Meriten verdiente er sich bei seinem Stammverein Westfalia Wickede, wo er in 14 Jahren bis auf den ersten Vorsitzenden praktisch alle Positionen bekleidet hatte und zwischenzeitlich sogar als Trainer arbeitete. Dass es in dieser Ära von der Kreisliga A bis in die Westfalenliga ging, war fraglos auch sein Verdienst.

Befürworter der Fusion mit Hombrucher SV

In Brünninghausen folgte der Aufstieg in die Oberliga. Dort gehörte "KDF" auch zu den Befürwortern der geplanten Fusion mit dem Hombrucher SV, die im kommenden Jahr vollzogen werden könnte. Aus voller Überzeugung, wie er sagt, "denn dieses Projekt kann eine Zukunft haben."

Er selbst wird den weiteren Weg des Klubs aus der Distanz verfolgen. Es sei eine schöne Zeit gewesen, aber nach vielen Jahren Funktionärsarbeit wolle er abschalten vom Fußball und sich mehr Zeit fürs Privatleben gönnen. "Es kann natürlich sein", räumt er ein, "dass mir irgendwann doch mal was fehlen wird." Aber für ein Comeback, egal in welcher Form, gebe es derzeit keine Pläne.

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