Gastspiel in Mainz

BVB-Schnäppchen Paco Alcacer: Gute Nachrichten für Fans und Trainer

Dortmund - Mit der festen Verpflichtung von Paco Alcacer hat der BVB in Zeiten horrender Ablösesummen ein Schnäppchen gemacht. Der Trainer sieht den Spanier noch nicht am Ende des Leistungsvermögens.

Als die Zeiten nicht so rosig waren, da nutzte auch Borussia Dortmund schon mal die alljährliche Mitgliederversammlung, um eine Positiv-Nachricht zu platzieren und damit die allgemeine Stimmung aufzuhellen. Im November 2007 zum Beispiel sorgte die Vertragsverlängerung mit Florian Kringe für Jubelstürme im Saal, drei Jahre später ging die Vereinsführung mit der frisch verkündeten Vertragsverlängerung von Trainer Jürgen Klopp in das Treffen mit den Mitgliedern.

Ein leichtes Spiel

Am Sonntag nun werden die Mitglieder wieder in die Westfalenhalle 3B strömen, doch besondere Positiv-Nachrichten musste sich die Führungsriege diesmal nicht für diesen Tag aufsparen. Anders als im Vorjahr, als die Stimmung nach der sportlichen Talfahrt eher dem tristen Grau der Jahreszeit entsprach, werden Präsident Dr. Reinhard Rauball und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke diesmal wohl leichtes Spiel haben. Und die Positiv-Nachricht kam schon am Freitag.

Die Bestätigung der festen Verpflichtung von Paco Alcacer wird gleichwohl zur guten Laune beitragen. Alcacer, in Rekordzeit zum Liebling der Fans aufgestiegen, ist endgültig Borusse. Am Mittag bestätigte der Klub, dass man die Kaufoption für den Spanier, der sich dank neun Treffern in acht Pflichtspielen in Rekordzeit in die Herzen der Fans bugsiert hat, vorzeitig gezogen habe. Alcacer hat ein bis 2023 gültiges Arbeitspapier unterschrieben.

Ein offenkundig gutes Geschäft

Auf dem mitunter wilden Transfermarkt des Profifußballs kommt der Alcacer-Wechsel wie ein Schnäppchen daher. Nachdem im Sommer zwei Millionen Euro Leihgebühr für diese Spielzeit nach Spanien geflossen sind, überweist der BVB nun weitere 21 Millionen Euro an den FC Barcelona. Ein Torjäger von Alcacers herausragender Qualität für in der Summe 23 Millionen Euro - die Borussia hat ein offenkundig ein sehr gutes Geschäft gemacht.

Den nun gültigen Vertrag bis 2023 hatte Alcacer in Dortmund bereits vor einiger Zeit unterschrieben, beim BVB allein lag die Entscheidung, das Papier auch gegenzuzeichnen. Wie hoch die Klubführung den Wert Alcacers einstuft, belegt der Fakt, dass laut der Vereinbarung mit den Katalanen noch bis zum 1. Juni 2019 Zeit gewesen wäre, sich für oder gegen eine feste Verpflichtung zu entscheiden. So lange wollte der BVB nicht mehr warten. Und mit geschätzt fünf Millionen Euro Jahresgage sprengt der Spanier auch das Gehaltsgefüge bei der Borussia nicht.

Kader fast komplett

Gute Nachrichten also für die Fans, gute Nachrichten auch für Trainer Lucien Favre, der am Donnerstag noch offen ließ, ob er den Angreifer in Mainz in die Dortmunder Startelf beordern wird. "Bei rund 90 Prozent" stufte Favre den Spanier ein, der in dieser Länderspielpause nicht zur Nationalmannschaft musste und damit zwei Wochen intensiv in Dortmund trainieren konnte. Die Zeit genutzt haben auch einige zuletzt fehlende Spieler - Favre kann bis auf Marcel Schmelzer mit allen Spielern des Kaders planen.

Und sollte der BVB auch in Mainz die Erfolgsspur nicht verlassen, wird die Menge am Sonntag in der Westfalenhalle feiern. Tabellenführer, gute Zahlen - und jetzt auch noch ein Topstürmer fest an Bord.

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