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Schon lange vor Innogy hat die Stadt in der Kanalisation ein eigenes Glasfasernetz verlegt.

Geförderter Breitbandausbau im Vest

Gelsennet will mehr Haushalte ans schnelle Netz bringen

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Kreis Recklinghausen - Mit symbolischen Spatenstichen in Recklinghausen, Dorsten und Herten hat der öffentlich geförderte Breitbandausbau begonnen. In Datteln, Waltrop, Haltern und Castrop-Rauxel soll es ebenfalls noch in diesem Jahr losgehen.

Bis Ende Mai 2021 sollen im Kreis Recklinghausen 11.000 Haushalte, 1300 Unternehmen und 207 Schulen ans Glasfasernetz und damit ans schnelle Internet angeschlossen sein. Bund und Land fördern das Vorhaben mit insgesamt 68 Millionen Euro.

Für die Städte Recklinghausen, Herten und Castrop-Rauxel hat Gelsenet, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Gelsenkirchen und der Gelsenwasser AG, die Ausschreibung gewonnen. Das Unternehmen will das Förderprojekt nutzen, um in diesen Städten im großen Stil ins Glasfaser-Geschäft einzusteigen. Das kündigte Gelsennet-Prokurist Karsten Kremer am Donnerstag in der Sitzung des Kreis-Wirtschaftsausschusses an. Konkret heißt das: Neben 1300 öffentlich geförderten Haushalten sollen weitere 16.000 Wohnungen erschlossen werden, die nicht die Kriterien erfüllen, um von den Bundes- und Landesmitteln zu profitieren.

Nicht jeder „weiße Fleck“ kann getilgt werden

Die Gebäude liegen in der Nähe der Glasfaser-Trasse, die Gelsennet mit 40 Tiefbau-Kolonnen durch die drei Städte schlagen wird. Das Unternehmen, das bislang schwerpunktmäßig in Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck unterwegs ist, will damit sein Tätigkeitsgebiet ausweiten und neue Kunden gewinnen. Auch in Marl arbeite Gelsenet an einer Glasfasertrasse, sagte Kremer.

In sieben Städten im Kreis (Datteln, Waltrop, Oer-Erkenschwick, Marl, Haltern, Dorsten und Gladbeck) wird die Deutsche Telekom das Förderprogramm umsetzen. Darüber hinaus werde es jedoch keine eigenwirtschaftlichen Glasfaser-Aktivitäten des Konzerns in diesen Kommunen geben, meint Sven Ahrens, Projektleiter des Kreises.

Von dem Breitbandausbau sollen Stadtgebiete profitieren, die zum Zeitpunkt der Antragstellung (2016) mit einer Datenleistung von weniger als 30 Mbit/s versorgt waren. Doch nicht jeder „weiße Fleck“ auf der Landkarte kann mit dem Projekt getilgt werden. Stadtteile, für die es 2016 Zusagen von Telekommunikationsunternehmen für den Glasfaser-Ausbau gab, sind zum Beispiel raus aus der Förderung. Pech für die Bewohner, wenn die Unternehmen dann wenige Monate später ihre Pläne geändert haben – so wie das zum Beispiel in Haltern-Flaesheim der Fall war. Auch gibt es Höfe, die zu weit abseits liegen. Ihre Versorgung mit Glasfaser würde einen unvertretbar hohen Tiefbau-Aufwand erfordern, heißt es.

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