So geht es nach dem Brand im Hansa-Theater weiter

Alle geplanten Shows finden statt

Hörde - Das Hansa-Theater hat die ersten Abende an den Ausweichspielorten hinter sich. Und verkündet gute Nachrichten. Denn alle bis zur Sommerpause im Juni geplanten Shows können stattfinden. Dabei haben die Theater-Macher einige besondere Orte gefunden.

"Alle Veranstaltungen vor der Sommerpause finden statt", sagt Theresia Strothmüller vom Hansa-Theater. "Die Meldungen, dass alles ausfällt, stimmen nicht."

Das sind die nächsten Termine:

In den Tagen nach dem Brand haben bereits Veranstaltungen in der Musikwerkstatt (dem kleinen Raum im Hansa-Theater) und im Theater Olpketal in Lücklemberg stattgefunden.

"Hansa-Theater im Theater Olpketal - Ruhrgestalten, die zusammenhalten!" - mit diesem Slogan im Schaukasten über der Bar wird der Gast vergangenen Sonntag zum Konzert der Band "Queen Kings" im vollen Theater Olpketal begrüßt. Es ist eine ebenso kurzfristige wie familiär herzliche Liaison für ein frenetisch gefeiertes Konzert.

So war der Abend im Theater Olpketal

Das "Auswärtsspiel bei Kumpels", wie Bruno "Günna" Knust, Inhaber des Olpketal-Theaters, die nach dem Hansa-Brand kurzfristig ins Leben gerufene Aktion nennt, ist in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. "Wir kennen uns seit Jahren", sagen Knust-Tochter Nicoletta und Inga Strothmüller, Chefin des Hansa-Theaters, unisono. "Da war es keine Frage, dass wir helfen", betont Nicoletta Knust. "Es kann ja jeden mal treffen."

"Es ist schon unwahrscheinlich gut, was die drei und ihr Team da in nur wenigen Tagen auf die Beine gestellt haben", lobt Hansa-Dauergast Reiner Große, der sich kaum eine Premiere entgehen lässt. "Alle Achtung auch für Bruno Knust, der in kürzester Zeit eine Ausweichstätte zur Verfügung gestellt hat. Ich bin mir sicher, die schaffen das."

Senior-Chef Rudi Strothmüller, der zwei Tage zuvor seinen 70. Geburtstag gefeiert hat, meint nur trocken: "Aufgeben lehne ich ab!" Seine einzigen Bedenken: "Die notwendigen Gewerke sind aufgrund der aktuellen Auftragslage und kurz vor den Sommerferien schwer zu bekommen." In dieser Woche will sich die Versicherung zur Schadensbegleichung äußern.

So war der Abend in der Musikwerkstatt

Bereits am Samstag hat das Hansa-Ensemble in der hauseigenen Ausweichstätte, der Musikwerkstatt, viel Solidarität erfahren. Inga Strothmüller startet den Samstagabend anders als üblich. Es sind bewegende Worte, die sie an das Publikum richtet: "Es ist eigentlich alles einfach ein Albtraum. In den letzten zwölf Jahren haben wir so viel aufgebaut. Jetzt versuchen wir, alles wieder aufzubauen und machen heute weiter hier in der Musikwerkstatt. Schön, dass ihr alle gekommen seid!"

Die Gäste in der kleinen, urigen Halle zeigen durchweg Verständnis für die Situation. Sie sind alle gerührt. Auf der Bühne und im Zuschauerraum wird einfach näher zusammengerückt, damit alles passt.

Aus Höxter kamen Sonja und Michael Groppe. Sie waren schon mehrfach zu Gast im Hansa-Theater. Beide waren sehr bewegt und können mit der Familie Strothmüller mitfühlen. "Es tut uns so leid, was passiert ist. Doch der Abend hier in der Musikwerkstatt war einfach bombastisch", sagen sie beide.

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