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Wie rechts im Bild zu sehen war auf dem Gelände einmal ein An- und Verkauf dort beheimatet. Wirklich luxuriös sieht der Bürocontainer aber auch nicht aus.

Gelände auf der Bornstraße

Auf dem Friedhof der Fahrzeuge

DORTMUND - An der Bornstraße, einer der wichtigsten Zufahrtsstraßen der Stadt, gibt es ein Gelände, das scheinbar seit Jahren brachliegt. Verrostete und zerstörte Fahrzeuge, Autos, Anhänger, ein Bus werden dort von mannshohem Grün überwuchert. Was hat es mit diesem Ort auf sich? Ein Besuch in Text und Bildern.

Entlang der Bornstraße zieht sich ab der Schlägelstraße stadteinwärts ein beachtlicher Schmuddelstreifen aus Müll, Altfahrzeugen und Gestrüpp. Das Gelände gehört der Stadt. Sie strebt eine gewerbliche Nutzung an, heißt es. Darauf warten Anwohner aber schon seit Jahren.

„Herzlich willkommen“ steht an einem bunt bemalten Ziehharmonika-Bus mit Markise. Seine bedenkliche Schräglage und dornige Ranken auf Fensterfront und Dach sagen das Gegenteil. Wenig einladend sind auch die hüfthoch stehenden Disteln, Brombeerranken und Gräser auf dem breiten Streifen in Höhe Bornstraße 202. Dazwischen ragen alle möglichen Fahrzeuge aus dem Dickicht: abgewrackte Wohnwagen, ein ramponierter Gabelstapler, ein alter Ford-Transit mit herausgerissener Rückbank. Dornröschenschlaf ist nicht die Bezeichnung, die sich angesichts entsorgter Kühlschränke, fleckiger Matratzen und Autoreifen neben dem aufgebrochenen Wohnwagen aufdrängt.

Der Besuch in Bildern

Ein ehemals grüner Bauwagen blättert vor sich hin, Anhänger, diverse Limousinen und Kleinbusse gammeln um die Wette. Über dichtem Gestrüpp thront ein vollkommen verrosteter Tank unbekannten Inhalts. Der Fahrzeug-Friedhof lässt die Vergangenheit des Geländes erahnen. Diverse An- und Verkauf-Schilder zeugen von besseren Zeiten, die aber auch kaum golden zu nennen sind: Büro im Wellblechcontainer, „Sozialraum“ im ausgedienten Bauwagen.

Vor neun Jahren noch halbwegs ordentlich

Auf Streetview-Ansichten bei Google, die im August 2008 aufgenommen wurden, gibt es Bilder von der damaligen Nutzung. Immerhin war das Gelände damals gerodet, Dutzende Autos und Lastwagen säumten halbwegs ordentlich den Drahtzaun entlang der Bornstraße. Sogar ein schnittiges Motorboot hatte sich auf den Autohof verirrt. Und der suspekte Tank stand schon an gleicher Stelle und war bereits damals ein rostiges Monument.

Zuständig für die vergessene Schrottfläche an einer der wichtigsten Einfahrtstraßen in die City ist die Stadt. Das Areal umfasse „kleinteilige ehemalige Hausgrundstücke entlang der Bornstraße, die sich in städtischem Besitz befinden“, teilt Stadtsprecherin Heike Thelen auf Anfrage mit. Der Streifen sei bisher lediglich als Abstellfläche genutzt worden. Der geltende Bebauungsplan lege dort ein Gewerbegebiet fest.

So sieht das Areal im Satellitenbild von 2008 aus:

Weiter heißt es vonseiten der Stadt: „Nach Auskunft der Liegenschaften sind die bisherigen Pachtverhältnisse gekündigt worden. Die Wirtschaftsförderung führt derzeit Gespräche mit Interessenten, mit dem Ziel einer baulichen Nutzung.“

Bei Nachfragen stellt sich heraus, dass den Pächtern bereits vor mehr als einem Jahr gekündigt wurde, möglicherweise auch noch viel eher. Den Zeitpunkt teilte die Stadt auch auf Nachhaken nicht mit. Sprecher Maximilian Löchter erklärt nur so viel: „Der letzte Nutzer und seine Untermieter haben die Fläche Mitte 2016 verlassen. Der Nutzer wurde aufgefordert, die Fläche zu räumen. Einiges ist dort auch schon passiert, aber leider wurde noch nicht vollständig geräumt. Wir werden im weiteren Verlauf die gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen.“

Die Pläne der Stadt

Was genau das bedeutet und wann mit einer Verbesserung zu rechnen ist, wüssten nicht nur die Anlieger gern. Dazu gehören die Kinderspielhalle „Monkey Town“ und das Kulturzentrum „Junkyard“ direkt neben dem Schmuddelareal. Die Junkyard-Betreiber haben ihr rund 2000 Quadratmeter großes Gelände – einen ehemaligen Schrottplatz – gekauft und daraus eine coole Location für Open-Air-Partys und Konzerte gemacht.

Jenseits ihrer hohen Backsteinmauer wurde ein schmaler Weg gesäubert und geschottert, auf den der Notausgang führt. Dieser Fluchtweg muss erhalten bleiben, wenn sich tatsächlich eine neue gewerbliche Nutzung für die unerwünschte Müllkippe findet. Laut Maximilian Löchter führt die Stadt Verhandlungen mit Interessenten, um die parzellierte Fläche zu vermieten, zu verpachten oder zu verkaufen.

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