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Rund 100 Bergleute demonstrieren in Gelsenkirchen. Dort werden gerade Kündigungsschutzklagen von Bergleuten verhandelt.

Nach dem Kohle-Aus

Darum protestieren 100 Bergleute vor dem Arbeitsgericht gegen ihre Entlassung

Das Arbeitsgericht Gelsenkirchen befasst sich am Dienstag mit weiteren 13 Kündigungsschutzklagen von Bergleuten. Vor Beginn der Verhandlung haben rund 100 Kumpel gegen ihre Entlassung durch die RAG protestiert.

Bergleute haben bei einer Demonstration vor dem Arbeitsgericht Gelsenkirchen gegen ihre Entlassung durch das Bergbauunternehmen Ruhrkohle AG (RAG) protestiert. An der Demonstration am Dienstag (28.1.) nahmen nach Polizeischätzungen rund 100 Menschen teil. 

Darunter waren auch mehrere Vertreter der linksextremistischen Partei MLPD. Anlass der Demo war die für den späten Vormittag angesetzte Verhandlung von 13 Kündigungsschutzklagen von Bergleuten. Sie wollen erreichen, dass ihre Kündigungen durch die RAG für unwirksam erklärt und sie weiterbeschäftigt werden. Die Kohleförderung war 2018 eingestellt worden. Die RAG hatte die Kündigungen zum Jahresende 2019 ausgesprochen.

"Es ist noch genügend Arbeit bei der RAG vorhanden"

"Ich möchte eine Weiterbeschäftigung erreichen, weil noch genügend Arbeit bei der RAG vorhanden ist", sagte Kläger Ahmet Cöl vor Beginn der Verhandlung. Der 47-jährige Hauer, der zuletzt auf der Zeche Prosper Haniel arbeitete, hatte die Demonstration angemeldet. "

An unserer Stelle werden dort jetzt Drittfirmen beschäftigt." Von der RAG sei ihm kein gleichwertiger Job angeboten worden. Ein Wechsel in eine Transfergesellschaft sei für ihn nicht in Frage gekommen, weil dies eine deutliche Schlechterstellung bedeutet hätte.

Gelsenkirchen: Gericht hat vier Klagen bereits abgewiesen

Im November hatte das Gericht vier Klagen abgewiesen. In mindestens drei Fällen haben die Bergleute laut Gericht Berufung zum Landesarbeitsgericht eingelegt. In einem weiteren Fall hat das Gericht der Klage eines Kauenwärters stattgegeben. Bis zum 23. März werden in Gelsenkirchen noch weitere 124 Kündigungsschutzklagen verhandelt.

Anlässlich einer Demonstration von Bergleuten in Düsseldorf im vergangenen Juni hatte die RAG argumentiert, die betroffenen Mitarbeiter hätten alle Angebote des Unternehmens ausgeschlagen, auf attraktive Arbeitsplätze bei anderen Unternehmen zu wechseln. Deshalb sei der RAG keine andere Wahl geblieben, als Kündigungen auszusprechen.

dpa

Am frühen Morgen hat das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei mehrere Wohnungen und Häuser in Herne, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen und weiteren NRW-Städten gestürmt.

In Gelsenkirchen haben Beamte des Hauptzollamts Dortmund einen Supermarkt kontrolliert. Dabei ist den Zöllnern ein Algerier ins Netz gegangen.

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