Dank des frühzeitigen Einsatzes eines Biozids, konnte die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in diesem Jahr vermindert werden.
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Dank des frühzeitigen Einsatzes eines Biozids, konnte die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in diesem Jahr vermindert werden.

Reizungen und Atembeschwerden

Straßen.NRW: Eichenprozessionsspinner durch Biozid-Einsatz eingedämmt

Der Landesbetrieb Straßen.NRW war in diesem Jahr nach eigenen Angaben gut gegen den Eichenprozessionsspinner gewappnet.

Gelsenkirchen - Entlang der Landesstraßen und Autobahnen in NRW hat es in diesem Jahr im Schnitt 70 bis 90 Prozent weniger Nester des Eichenprozessionsspinners gegeben. Der Landesbetrieb Straßen.NRW führt dies in erster Linie auf den frühzeitigen Einsatz eines Biozids zurück, mit dem die Larven der Raupe mit den gefährlichen Brennhaaren besprüht wurden.

Ein starker Befall an den Strecken sei in den meisten Regionen verhindert worden, sagte der Direktor des Landesbetriebs Sascha Kaiser laut Mitteilung von Mittwoch. Allein am Niederrhein wurden 17.000 Eichen mit neuen Turbinenspritzen eingesprüht. Frisst die Raupe das aus einem Bodenbakterium hergestellte Mittel, stirbt sie.

Nicht bewährt habe sich der erprobte Einsatz von Fallen für die Tiere, teilte Straßen.NRW weiter mit. Nur in zwei der zehn aufgestellten Fallen seien tote Tiere gefunden worden, fünf seien schlicht von der Raupe überbaut worden.

Brennhaare des Eichenprozessionsspinners sorgen für Hautreizungen und Atemeschwerden

Umweltschützer sehen den großflächigen Einsatz des Biozids kritisch: Das Mittel würde auch Schmetterlinge abtöten, kritisiert beispielsweise der BUND. Der Umweltverband hält ein Absaugen der Nester und Einsammeln der Raupen für die richtige Strategie.

Begünstigt durch den Klimawandel hat sich die Mottenart in Nordrhein-Westfalen immer weiter ausgebreitet und in den vergangenen Jahren zum Beispiel in Parks oder in der Nähe von Schulen für Probleme gesorgt. Die langen und sehr weit fliegenden Brennhaare der Raupen, die im Frühjahr schlüpfen, können bei Menschen im Fall eines Kontakts schwere Hautreizungen und Atembeschwerden hervorrufen. Die Tiere sitzen oft in Eichen, die an warmen, sonnigen Plätzen am Waldrand wachsen. (dpa)

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