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Die Feuerwehr Gelsenkirchen rückte zu einem Kellerbrand in Bulmke-Hüllen aus. 

Bulmke-Hüllen

Nach Kellerbrand in Gelsenkirchen: 27-Jähriger stirbt im Krankenhaus

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Ein Kellerbrand hat in Gelsenkirchen für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei gesorgt: Fünf Menschen wurden bei dem Feuer verletzt. Schaulustige behinderten den Einsatz.

  • Schwerer Kellerbrand im Gelsenkirchener Stadtteil Bulmke-Hüllen.
  • Feuerwehr rückt mit mehreren Löschzügen in den Südosten der Stadt aus.
  • Eine Person wird schwer verletzt, vier weitere erleiden Rauchgasvergiftungen.

Update, 17.4., 13.30 Uhr: Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte, ist eines der Brandopfer, ein 27-jähriger Gelsenkirchener, in einem Bochumer Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen gestorben. 

Update, 16.4., 9.40 Uhr: Eine Verpuffung war nach jetzigem Ermittlungsstand die Ursache für den Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses am Mittwochnachmittag, 15. April, an der Margaretenstraße. Zuvor hatte der 27-jährige Hausbewohner im Flur des Kellers Wartungsarbeiten an einem Motorrad durchgeführt. Schaulustige hatten Abend den Einsatz der Rettungskräfte behindert, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte.

Demnach sammelte sich am Landeplatz des Rettungshubschraubers eine Vielzahl von Menschen an, die Foto- und Filmaufnahmen fertigten.

Um den 27-jährigen Verletzten unter Wahrung seiner Persönlichkeitsrechte zum Rettungshubschrauber bringen zu können, musste die Polizei einen LKW anhalten und den Fahrer bitten, sein Fahrzeug als Sichtblockade hinzustellen.

Was wir bisher berichtet haben (15.4., 20 Uhr): Um kurz nach 17 Uhr liefen am Mittwoch (15.4.) mehrere Notrufe in der Feuerwehrleitstelle Gelsenkirchen ein. Die Anrufer meldeten ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus an der Margaretenstraße in Bulmke-Hüllen. Während die Einsatzfahrzeuge schon alarmiert und auf dem Weg waren, teilte ein weiterer Anrufer mit, dass sich ein Mann bereits mit schweren Verbrennungen aus dem Haus ins Freie gerettet habe. Der 27-Jährige ist der Bewohner der Kellerwohnung, in der das Feuer ausgebrochen war.

Gelsenkirchen: Schwerveletzter wird per Hubschrauber nach Bochum gebracht

Die zuerst eintreffenden Kräfte des Rettungsdienstes übernahmen umgehend die Erstversorgung des Schwerverletzten, der zunächst auch von einer 25-jährigen Hausbewohnerin versorgt wurde. Der Rettungshubschrauber Christoph 8 wurde aus Lünen angefordert und landete wenig später im Kreuzungsbereich Florastraße / Hohenzollernstraße. 

Nach der Erstversorgung vor Ort nahm er den Patienten auf und flog ihn in eine Spezialklinik nach Bochum. Vier weitere Personen (20 bis 55 Jahre alt) mussten zudem mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung und teils leichten Verbrennungen ins Bergmannsheil in nach Buer eingeliefert werden.

Parallel zu den rettungsdienstlichen Maßnahmen gingen zwei Atemschutztrupps der Feuerwehr in das Gebäude vor. "Während der eine Trupp die Brandbekämpfung im Keller einleitete, kontrollierte der zweite Truppe das restliche Gebäude und schuf eine Abluftöffnung im Dachgeschoss", berichtet die Wehr.

Gelsenkirchen: Brandursache ist unklar, die Polizei ermittelt

Mit einem Lüfter konnte im Anschluss der Rauch ins Freie gedrückt werden. Der eigentliche Brand im Keller war schnell unter Kontrolle gebracht und mit einem Strahlrohr abgelöscht. Im Einsatz waren Kräfte der Wache Altstadt, Heßler und Buer, der Notarzt aus Ückendorf und der Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ermittelt nun die Kriminalpolizei Gelsenkirchen.

Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Florastraße wurde in Fahrtrichtung Herne zwischen der Hohenzollernstraße und Hohenstauffenallee gesperrt und als Landeort für den Rettungshubschrauber freigehalten. Polizisten leiteten den Verkehr ab.

Massive Sachbeschädigung durch drei Männer gab es in der Nacht zu Samstag in Gelsenkirchen-Horst.

In Oer-Erkenschwick kam es am Mittwochmorgen (15.4.) zu einem Brand in einer Schreinerei.

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