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Nachuntersuchung in der Kinderklinik: Dem kleinen Tom geht es gut, das freut Dr. Lutz Schreiber und die Eltern Rasmus und Carina Ropertz.

Schlaflose Nächte

Emotionaler Ausnahmezustand: Säugling musste am offenen Kopf operiert werden 

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    Sebastian Balint
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Datteln: Wegen einer Zyste musste ein Säugling aus Marl am offenen Kopf operiert werden. Die Nachversorgung erfolgte in der Kinderklinik. 

Für Carina und Rasmus Ropertz aus Marl war die Diagnose ein Schock. Anfang des Jahres entdecken Ärzte  im Kopf ihres Sohnes Tom eine Zyste. Und die vergrößerte sich. Eine Operation war unumgänglich, um Schädigungen am Gehirn zu verhindern. 

Eine Kooperation der Kinderklinik Datteln, Klinikum Vest und der Knappschaft Gelsenkirchen machte es möglich, dass das Paar keine weiten Fahrten zu entfernteren Uni-Kliniken auf sich nehmen musste. Operiert wurde Tom in der Knappschaft in Recklinghausen, wo seit 2018 der Kinderneurochirurg Dr. Lutz Schreiber tätig ist. Die medizinische Versorgung nach der OP erfolgte dann in der Kinderklinik in Datteln. 

Datteln: Eltern durchleben schlaflose Nächte

Eine Operation bei einem Säugling sei für Eltern ohnehin schon schlimm, erklärt Dr. Lutz Schreiber. Der Gedanke, dass bei Tom der Kopf geöfnnet werden müsse habe aber für schlaflose Nächte bei den Eltern gesorgt. In diesem emotionalen Ausnahmezustand sei eine umfassende Beratung der Eltern besonders wichtig.

Immerhin sind bei Operationen an Säuglingen besondere Vorgehensweisen und Risikofaktoren zu berücksichtigen. "Allein schon das Einleiten der Narkose dauert bei einem Säugling wesentlich länger als bei einem Erwachsenen", erläutert der Neurochirurg. Zudem sei das Blutvolumen bei Kindern deutlich geringer als bei Erwachsenen. Der Blutverlust müsse daher unbedingt so gering wie nur möglich gehalten werden.

Datteln: Spezialisten transportieren den Säugling in die Kinderklinik

Nach der Operation warteten im Aufwachraum bereits die Spezialisten der Kinderklinik-Intensivstation auf den kleinen Tom, um den Jungen nach Datteln zu transportieren. Erfolgen kann der Transport allerdings nur dann, wenn das Kind satbil genug ist. Fünf Tage musste der kleine Tom auf der Intensivstation der Kinderklinik verbringen, dann durften seine Eltern ihn endlich zu sich nach Hause holen. 

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