Feuer auf Zentraldeponie

Warnung vor Brandpartikeln und Gerüchen

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HERTEN / GELSENKIRCHEN. - Zum zweiten Mal in drei Monaten stand im Emscherbruch ein Abfall-Zwischenlager für das Hertener RZR in Flammen. Das Brand befand sich auf Gelsenkirchener Gebiet. Erst einmal gab es jedoch etwas Verwirrung. Daher rückte auch die Hertener Feuerwehr aus.

In der Kreisleitstelle Recklinghausen der Feuerwehr gingen am Donnerstag (7.06.) gegen 11 Uhr mehrere Notrufe ein, in denen von einem Waldbrand am Ewald-Gelände in Herten-Süd die Rede war. Daher rückte die Hertener Berufsfeuerwehr aus. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass es nicht im Wald brannte – und auch nicht in Herten. Die Feuerwehr Gelsenkirchen übernahm den Einsatz. Die 40 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr mussten eine lange Wasserverbindung legen, um schließlich mit einem massiven Löschangriff gegen die Flammen vorzugehen. Nach gut drei Stunden war das Feuer gelöscht. Mitarbeiter des Deponie-Betreibers AGR unterstützten den Einsatz, indem sie mit schweren Kipper- und Raupenfahrzeugen Sand auf den Brandherd schütteten und die Flammen erstickten. Die Feuerwehr Gelsenkirchen warnte zwischenzeitlich die Anwohner in Gelsenkirchen-Resse vor herumfliegenden Brandpartikeln und einer möglichen Geruchsbelästigung. Es wurde dazu aufgerufen, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) sowie die Feuerwehr nahmen Luftmessungen vor, deren Ergebnisse allerdings unauffällig waren. Betrieben wird die Zentraldeponie Emscherbruch von der Abfallentsorgungsgesellschaft Ruhrgebiet (AGR) mit Sitz in Herten. Deren Pressesprecher Dr. Jürgen Fröhlich teilte mit, dass – wie schon im März – nicht die Deponie selbst gebrannt habe, sondern das sogenannte Revisionslager. Dabei handele es sich um ein Zwischenlager für Hausmüll, der vorübergehend dort abgeladen werde, wenn die RZR-Müllverbrennungsanlage in Herten aufgrund von Wartungsarbeiten keinen Abfall verwerten kann. Fröhlich: „Wir vermuten, dass eine nicht entleerte Sprühdose, die fälschlicherweise im Hausmüll entsorgt wurde, die Selbstentzündung ausgelöst hat.“ Zuletzt hatte es am 11. März 2018 auf dem Deponie-Gelände gebrannt. Konkret stand eine 200 Quadratmeter große Fläche eines Abfall-Zwischenlagers in Flammen. Die Abfälle waren für die Verbrennung im Hertener RZR vorgesehen, darunter Siedlungsabfälle („Hausmüll“), Verpackungsmüll, Sperrmüll sowie ungefährliche Bau- und Abbruchabfälle. Drei Wachen der Gelsenkirchener Berufsfeuerwehr sowie die gesamte Freiwillige Feuerwehr waren stundenlang im Einsatz. Besonders aufwendig war es, die Löschwasserversorgung über weitere Distanzen herzustellen.

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